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Champagner in den Venen
07.05.2010
Neuerdings redet er mehr über Thromboseprophylaxe und Osteoporose als von Doubleface und Seidenchiffon:

Wolfgang Joop, entwirft Stützstrümpfe, lässt sein Leben in einem dicken Buch erklären und zieht die Fäden wie nie zuvor.

Am liebsten würde er sie gar nicht mehr ausziehen: Wolfgang Joop trägt Stützstrümpfe! Das liegt aber weniger an dem verflixten halbrunden Geburtstag.

Denn was hat ein durchtrainierter Preuße, dessen Mutter noch mit 93 Jahren zäh ist, mit dem Renteneintritt zu tun? Nein, es liegt vor allem am Geschäft. Das muss laufen wie das Blut in den Adern.

Deshalb arbeitet Wolfgang Joop nun mit Medi zusammen, dem bisher nur subkutan bekannten Weltmarktführer für Kompressionsstrümpfe. Und deshalb steckt er nun selbst in den hautsympathischen Hochleistungsfasern.

Die Wirkung ist jedenfalls enorm: „Ich habe keinen Energieabfall, und die Bündchen schmerzen nicht", erzählt Joop gut gelaunt. „Jetzt hab ich Champagner in den Venen."


Was für ein Kreislauf! Joop, der ein Faible hat für deutsche Marken und ein guter Chefdesigner für Escada gewesen wäre, redet plötzlich mehr von Thromboseprophylaxe und Osteoporose als von Doubleface und Seidenchiffon.

Als er in Paris seine „Wunderkind"-Kollektion fürs nächste Frühjahr präsentiert hatte und backstage alle staunend an der ästhetisch verfeinerten funktionalen Kompressionstechnologie herumzupften, rief er aus: „Wir stehen vor einer Venen-Revolution!"

 

Venen sind noch unglamouröser als Arterien

Miniröcke sind für diese Mode-Revolution zu kurz gedacht, und über Plateau-High-Heels setzt sie sich mit demographischer Kennerschaft hinweg. Was sind die Themen der Saison im Vergleich zur wohltuenden Wirkung des innovativen Zweizugmaterials, das die Vibration der Muskeln lenkt und sie bei Beanspruchung stabilisiert!

Medi-Geschäftsführer Michael Weihermüller, der die Stützstrümpfe im Flugzeug, gleich wie im Büro trägt, spricht vom „definierten Druck, der die Venenfunktion optimal unterstützt". Die Unterstützung durch Joop wiederum freut Weihermüller. Denn bisher sind Venen ja sogar noch unglamouröser als Arterien.

Quelle.Faz.net

 

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