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Dunkle Schokolade wacht über das Gehirn
15.06.2010

Forscher haben entdeckt, dass Epicatechin, ein Inhaltsstoff der dunklen Schokolade Ihr Gehirn schützen kann. Auch nach einem Schlaganfall kann sie Ihr Gehirn schützen, indem die zellulären Signale ansteigen, welche dann die Nervenzellen vor Gefahren bewahren.

Etwa 1 ½ Stunden nach dem Verfüttern einer Einzeldosis Epicatechin an Mäuse konnte festgestellt werden, dass die Verbindungen von Nervenzellen, die vorher durch einen Schlaganfall defekt waren, signifikant weniger Hirnschäden aufwies als andere Tiere, die Epicatechin nicht bekommen hatten.

Eurekalert Bericht:

„Während die meisten Behandlungen beim  Menschen  innerhalb eines Zeitfensters von zwei bis drei Stunden erfolgen, um wirksam zu sein, scheint Epicatechin neuronale Schäden bei Mäusen 3,5 Stunden nach einem Ereignis weiter einzuschränken. Das Epicatechin, verabreicht bis zu sechs Stunden nach einem solchen Ereignis, scheint jedoch keine Verbindung mehr für den Schutz der Gehirnzellen aufzuzeigen.

Quellen:

Eurekalert 5 Mai 2010

Buch: „Der cerebrale Blutfluss und -Stoffwechsel" 


 

Unterbrechungen (die manchmal als "Gehirn Attacken" bezeichnet werden) treten auf, wenn die Blutversorgung Ihr Gehirn blockiert oder seine Leistung reduziert. Dieser Vorgang  beraubt Ihr Gehirn der erforderlichen Sauerstoff- und Nährstoffversorgung, was das Sterben Ihrer Gehirnzellen binnen weniger Minuten verursacht.


Forscher versuchen die schützenden Qualitäten bestimmter Antioxidantien, in diesem besonderen Fall Epicatechin, natürlich zusammengesetzt  in Kakao, Tee, Rotwein, und bestimmten Früchten und Gemüse zu finden. Eben diese Zusammensetzung scheint für Apoplexie-Opfer besonders förderlich zu sein.


Antioxidantien-reichhaltiger Kakao wird seid 2.600 Jahren konsumiert und bestimmte native Stämme, wie z. B. der Kuna-Stamm, beschrieben in der oben genannten Pressemitteilung , dass eben diese Menschen welche regelmäßig Kakao Getränke zu sich nehmen, ihre extrem niedrige Rate an kardiovaskulären Krankheiten ihrer Herz-freundlichen Ernährung verdanken.

Dunkle Schokolade kann Ihr Gehirn nach ischämischen Insulten schützen.

Obwohl frühere Forschungen bereits zeigten, dass dunkle Schokolade die Funktion der Blutgefäße wiederherstellen kann und Sie vor Herzerkrankungen schützt, wertet die neueste Studie den Effekt des Kakaos auf die Gehirnfunktion nach einem ischämischen Gehirnschlag aus.


Die Pressemitteilungen erklären folgendes:

"Neunzig Minuten nachdem Mäuse mit bescheidenen Einzeldosen an Epicatechin, um die Wirksamkeit dunkler Schokolade zu finden, einen natürlichen ischämischen Gehirnschlag herbei, indem sie die essentielle Blutversorgung für die Gehirne der Tiere durchtrennten.

Sie entdeckten, dass die Tiere, denen zuvor präventiv Epicatechin verabreicht wurde signifikant weniger Gehirnschäden erlitten, als diejenigen, bei denen das nicht der Fall war.

Während die meisten Behandlungen eines Gehirnschlags beim Menschen etwa zwei bis vier Stunden benötigen, um effektiv zu wirken, scheint Epicatechin bei einer Zugabe nach 3,5 Stunden des Hirnschlags weitere neuronale Schäden einzugrenzen."
 

Dies ist eine gute Nachricht, wenn wir berücksichtigen, dass der Gehirnschlag die dritthäufigste Todesursache der Vereinigten Staaten ist. Außerdem, falls Sie jemanden kennen, der einen Gehirnschlag erlitt, diesen zwar überlebte, aber mehrere Schäden aufwies, dann wissen Sie auch, wie verheerend sich das für die gesamte Familie auswirken kann.


Sollten Sie jemals mit einem Gehirnschlag zu tun haben sollten Sie wissen, dass jede Sekunde zählt. Ist man also fähig, die Möglichkeiten einer erfolgreichen Behandlung für mehr als eine Stunde weiter auszubauen, ist dies schlicht und ergreifend phänomenal. Dies dann auch noch mit einer sicheren und natürlichen Verbindung zu tun, ist sogar noch besser.


Wie funktioniert dieser Vorgang?

Laut der Pressemitteilung lässt die Studie vermuten, dass „„Epicatechin" zwei zuvor schon bekannte Bahnen stimuliert, welche die Nervenzellen im Gehirn vor Schäden schützen. Wenn es dann zu diesem Gehirnschlag kommt ist das Gehirn bereit, sich selbst zu beschützen, da die beiden Bahnen zuvor aktiviert wurden."


Interessanterweise scheinen die Mechanismen der Aktivierung hier indirekt zu wirken. Die Studien-Autorin Sylvain Doré, Ph.d., beschreibt in ihrem folgenden Zitat:


"Epicatechin selbst kann die Gehirnzellen nicht vor freien Sauerstoffradikalen schützen. Dafür regen Epicatechin und dessen Stoffwechselprodukte die Gehirnzellen zur Sebstverteidigung an."


Dies ist gut, da die „schützenden Bahnen" nur einen „zusätzlichen Anstoß" von Epicatechin benötigen, aber man bemerke, dass die dafür notwendigen Bahnen bereits in den Zellen enthalten sind. Laut Doré könnte also bereits eine geringe Menge an Kakao ausreichen, um zu diese Gesundheits-schützenden Gewinne zu erreichen.

 

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