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Fettleibigkeit: drei Variablen welche die Fettleibigkeit bei Kindern beeinflussen
29.06.2010

Eine Umfrage unter mehr als 8.000 Kindern, angefangen von Kindergartenkindern zu Drittklässlern, ergab, dass das Fernsehen, gemeinsame Mahlzeiten und die Sicherheit in der Wohnumgebung eine Rolle bei der Fettleibigkeit von Kindern spielen.

Die Umfrage untersuchte die Eßgewohnheiten und die Aktivitätsfaktoren, und teilte die Kinder in drei verschiedene Gruppen ein:

  • Diejenigen Kinder, die im Kindergarten nicht übergewichtig waren, wurden übergewichtig, ab der dritten Klasse
  • Diejenigen, die bereits Übergewicht im Kindergarten aufwiesen, blieben dabei
  • Diejenigen Kinder, die noch nie übergewichtig waren.
Kinder, die mehr ferngesehen und weniger Familienmahlzeiten hatten, waren ab der ersten Klasse häufiger übergewichtig

Wenn sie in Gegenden lebten, die als zu unsicher zum Spielen im Freien galten, bestand eher das Risiko, bereits im Kindergartenalter übergewichtig zu werden.


Quellen:

Journal of the American Dietetic Association Januar 2007; 107 (1): 53-61

Nutra Zutaten USA.com 4. Januar 2007

Science News 4. Januar 2007


 

Dr. Mercola's Kommentar:

Zwei Jahre lang habe ich eine Checkliste gestaltet mit sieben Risikofaktoren für Übergewicht bei Kindern.

Diese neue Studie fügt zwei weitere Faktoren hinzu.

Es ist keine Überraschung, dass ein übermäßig hoher Fernsehkonsum einer der Faktoren war.

Und es folgt in der Tat: Waren weniger Mahlzeiten gemeinsam mit der Familie (das bedeutet in der Regel auch weniger nahrhaftes Essen) und eine ungünstige nachbarschaftliche Situation, wo es für die Kinder nicht sicher war, im Freien zu spielen - also keine Trainingszeit -  vorhanden, so ergab das einen großen Beitrag zur Förderung der Fettleibigkeit bei Kindern.

Zu den anderen Warnzeichen von Fettleibigkeit bei Kindern gehören:
  • Frühzeitiges Wachstum
  • Frühzeitiges Körperfett
  • Hohes Geburtsgewicht
  • Übergewicht der Eltern
  • Schnelles Wachstum im Alter von 1-2 Jahren
  • Weniger als 10,5 Stunden Schlaf in der Nacht.
Sie können zur Bekämpfung von Übergewicht in unseren Schulen alles tun, was Sie möchten, aber bedenken Sie: Die Kontrolle der Epidemie der Fettleibigkeit hängt in erster Linie von der elterlichern Anleitung ab, bzw. an dem Mangel daran.

Halten Sie Ihre Kinder fit:

  • Schränken Sie ihre Fernseh-Zeit ein und entfernen Sie die Geräte aus dem Schlafzimmer
  • Holen Sie Ihre Kinder von der Couch und auf dem Spielplatz oder bewegen Sie die Kinder dazu, sich zumindest beim Fernsehen zu bewegen!
  • Ersetzen Sie die zuckerhaltigen Säfte und Erfrischungsgetränke mit sauberem Wasser
Ich glaube, dieses Thema ist so wichtig, dass ich ein Buch darüber schreiben werde.

Im März werde ich mit meinem nächsten Buch: „XL Generation, eine umfassende Überprüfung der Fettleibigkeit bei Kindern", darüber berichten.

In Vital Votes, fügt der Leser Kelli Jasper, aus Georgia hinzu:

"Es gibt viele Automaten für Getränke und Snacks an unseren Schulen - Was gibt es an Informationen über den Ernährungswert der alltäglichen Ausflüge zu den Snack-Bereichen bezüglich des Kaufes von Eis, Keksen oder Chips?

In unseren Schulen im Landkreis wollen die Eltern keinen Snack mitgeben, weil es ja die Automaten gibt. Aber natürlich, wenn Sie den Kindern dann kein Geld mitgeben, um sich einen Snack wie alle anderen kaufen zu können, können Ihre Kinder dann nicht „mithalten".

"Dies ist dann die Art von Druck, die in Richtung ungesunde Snacks geht.

Ich denke, die Schulen müssen auf ein gesundes Mittagessen hinarbeiten und alle Automaten und Eiscremetruhen am besten entfernen.

"Übergewicht ist nicht das einzige Problem, denn das Sitzen in der Schule über den ganzen Tag, dann später zu Hause fernsehen oder Videospiele spielen - ist es ein Wunder, warum die Zahl der depressiv/ängstlichen Kinder immer weiter ansteigt?

Körperliche Übungen sind eine der besten Behandlungsformen und Präventivmaßnahmen für Depression und Angst - auch in kleineren Schritten.

„Schließlich gilt, wenn ein Elternteil sich für eine gemeinsame Mahlzeit die Zeit nimmt, gefällt das den Kindern auch besser.

Eine gemeinsame Mahlzeit fördert die Kommunikation und die Eltern haben gleichzeitig die Möglichkeit, gegen das Übergewicht zu kämpfen und auch noch ihrem Kind gute Tischmanieren beizubringen.

Sobald unser ältester Sohn in der Schule aufgerufen wurde und gefragt wurde, ob er wüsste, was wir bei unseren gemeinsamen Mahlzeiten essen, konnte er sich nur noch an die gemeinsamen Gespräche dabei erinnern.

Später vermisste er unsere gemeinsamen Mahlzeiten.

Es sind nur ein paar Jahre, in denen wir mit unseren Kindern diese Rituale üben müssen. Danach werden sie sich immer wieder gerne an diese positive Zeit erinnern.

Andere Antworten zu diesem Artikel können bei Vital Abstimmungen eingesehen werden, und Sie können Ihre eigenen Gedanken oder Meinungen und  Kommentare hinzufügen, indem Sie zunächst die Registrierung im „Vital Votes" beantragen. 

 

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