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Folsäure ein lebenswichtiges Vitamin in der Schwangerschaft
27.05.2010
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Sie ist lebensnotwendig für die Zellteilung und die Blutbildung. Folsäure ist ein wasserlösliches Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine. Der Name stammt vom lateinischen „folium"(Blatt) ab, da Folsäure vor allem in grünen Blättern, Gemüse und Salat vorkommt. Im menschlichen Organismus hat Folsäure vielfältige Aufgaben. Besonders wichtig ist Folsäure in der Schwangerschaft.

 

Mangel an Folsäure - lebensbedrohlich für das Embrio

Folsäure wird für die optimale Entwicklung und ein normales Wachstum des Embryos dringend benötigt. Steht in der Schwangerschaft zu wenig Folsäure zu Verfügung, können Fehlbildungen der Wirbelsäule ("spina bifida" = offener Rücken) und des Gehirns auftreten.

Um das Risiko dieser Entwicklungsstörung zu minimieren, sollte bereits vor der Empfängnis auf eine ausreichende Versorgung mit Folsäure geachtet werden. Nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten Jugendliche und Erwachsene täglich 0,3 mg Folsäure zu sich nehmen, bei Schwangeren verdoppelt sich der Bedarf.

 

Alarmzustand: unzureichende Folsäureversorgung der Frauen

Nach Ernährungsberichten der DGE ist die Folsäureversorgung junger Frauen in Deutschland nicht ausreichend. Als Ursache dafür gilt vor allem eine Fehl- und Mangelernährung.

Bereits durch die Verarbeitung, Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln wird häufig ein Großteil der enthaltenen Folsäure zerstört. Zudem kann Folsäure aus Nahrungsmitteln vom Körper oft nur schlecht aufgenommen werden.

Auch Rauchen, der Genuss von Alkohol oder die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Antibabypille) beeinträchtigen die Folsäureaufnahme aus der Nahrung.

 

Folsäure in der Schwangerschaft

Selbst der "Normalbedarf" an Folsäure kann also häufig durch die Nahrung allein nicht gedeckt werden und das Auffüllen der Reserven geht nicht von einem Tag auf den anderen.

Doch gerade in der Schwangerschaft ist es wichtig, dass der Körper von Anfang an optimal mit Folsäure versorgt ist, denn bereits zwischen dem 22. und 28. Tag nach der Empfängnis werden Rückenmark und Gehirn angelegt, sowie der Rückenmarkskanal geschlossen.

Besteht jetzt ein Mangel an Folsäure, kann es zu schweren Missbildungen kommen. Das Problem ist, dass zu diesem frühen Zeitpunkt die meisten Frauen noch nicht wissen, dass sie schwanger sind.

Gebärfähige Frauen sollten deshalb bereits ab Kinderwunsch, mindestens jedoch 4 Wochen vor einer Empfängnis, zusätzlich zu einer gesunden Ernährung, Folsäurepräparate (mit mindestens 0,4 mg Folsäure) einnehmen.

 

Ernährungs-Tipp:

Besonders reich an Folsäure sind  Weizenkeime, Brokkoli, Erbsen, Rosen- und Blumenkohl, Eigelb, Spinat, Spargel, Kartoffeln und Salat. Obst ist relativ arm an Folsäure, am meisten ist hier in Orangen, Bananen und Mangos enthalten.

Folsäure ist gegenüber Sauerstoff und Hitze sehr empfindlich und geht aufgrund ihrer guten Wasserlöslichkeit schnell ins Kochwasser über. Gemüse sollte deshalb nur kurz und mit wenig Flüssigkeit, gegart werden, Salate sollte man nach dem Waschen sofort wieder aus dem Wasser nehmen. Speisen möglichst nicht zu lange oder zu stark erhitzen und nicht mehrmals aufwärmen.


Autor: ganzheitliche Frauenärztin Dr. Andrea Karhof

Bildquelle: alt_f4 / pixelio.de

 

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