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Gedächtnis im Nebel? Fünf Zeichen zur Entwarnung
15.03.2011
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Es mag Sie verunsichern, wenn Sie wissen, dass die Alzheimer-Krankheit heute 1,2 Millionen Deutsche betrifft. Aber allein dieses Wissen kann nicht immer das Schlimmste bedeuten. Nach neueren Studien weisen die folgenden fünf Situationen auf normalen, altersbedingten Gedächtnisverlust hin.


1. Das Gedächtnis erlischt nicht mit dem normalem Gedächtnisverlust im täglichen Leben

Die Verlangsamung des Abrufes von Informationen von Zeit zu Zeit ist normal – Jeder vergisst mal irgend etwas. Was nicht normal ist, - wenn die Beeinträchtigung des Gedächtnisses Ihre Fähigkeit, den Tag zu bestreiten zu stören beginnt.

2. Sie sehen eine Verbesserung nach 'Gedächtnis Training'

Demenz ist nicht ein Problem des Abrufs alter Erinnerungen und der Unfähigkeit, neue Erinnerungen zu bilden. Wenn Sie immer noch neue Dinge lernen, so sind Sie nicht dement.


3. Sie haben gerade damit begonnen, ein neues Medikament einzunehmen

Nebenwirkungen von Medikamenten sind eine der häufigsten Ursachen eines Gedächtnisverlustes.


4. Es gibt niemanden, der alles und immer weiß

Im Überfluss der täglichen Besorgungen gibt es eine Menge von Angelegenheiten, Terminen, Kleinigkeiten etc. Wenn Sie manchmal den Eindruck haben, den Sachen hinterherlaufen zu müssen – muss es nicht zwingend auf Demenz hindeuten.


5. Vergesslich bei Stress, zu wenig Schlaf oder Multitasking:

Ein gestresstes Gehirn ist nicht das gleiche wie ein Gehirn mit Gedächtnisverlust.


Solche Schwächen passieren uns allen ... auch denjenigen, die weit vom Erreichen ihrer „goldenen Jahre“ entfernt sind. Sie vergessen, wo Sie Ihr Auto geparkt haben, verlegen Ihre Schlüssel, vergessen den Namen einer Person mit der Sie sich letzte Woche getroffen haben - all diese Szenarien sind Teil des Lebens, und sind völlig normal. Das heißt, Ihr Gehirn sollte Ihnen nicht das Gefühl vermitteln, die ganze Zeit über einen Nebelschleier zu tragen. Sie sollten noch nicht die Folgen des Vergessens erleben die so schwerwiegend sind, dass Sie Ihre Fähigkeit, normal zu „funktionieren“, beeinträchtigen.


Gedächtnisverlust an sich ist kein "normaler Teil des Alterungsprozesses“. Wenn Sie spüren ,,wie Ihr Geist wirklich nachlässt“, könnte dies ein Zeichen eines ernsteren Problems sein.


Gedächtnisaussetzer versus Gedächtnisverlust: Wann wird es ernst?

Gedächtnisaussetzer, oder, wie die Neurowissenschaftler sie nennen, "maladaptive Veränderungen der Hirnaktivität“, sind die Momente, wenn Sie ganz offensichtlich Fehler machen. Diese treten auf, weil Ihr Gehirn viele Ihrer täglichen Aufgaben als Muster aufnimmt und auf sein Standard-Modus-Netzwerk (DMN) aufbringt, den Teil des Gehirns, die für das nach innen fokussiertes Denken verantwortlich ist, wie Tagträume.


Dies kann ein Problem werden, da der DMN in einem gewissen Sinne mit anderen Bereichen des Gehirns für Ressourcen konkurriert und Sie an der Durchführung einer Aufgabe, die konzentrierte Aufmerksamkeit erfordert hindert. ,Wenn Ihr Gehirn eine "Auszeit" während einer Aufgabe, die Ihre volle Aufmerksamkeit erfordert, nimmt, ist dies als Gedächtnisaussetzer zu deuten. Allein in diesem einen Wimpernschlag, wenn Sie die Ausfahrt verpassen, wenn Sie von der Arbeit nach Hause fahren, wenn Sie eine wichtige E-Mail an die falsche Person senden oder vergessen, was Sie im nächsten Raum holen wollten.


Glücklicherweise sind „DMN –Momente“ typischerweise kurzlebig, und wenn Sie dies erkennen, ist Ihr Gehirn wahrscheinlich überlastet und Sie versuchen, den Fehler wieder auszumerzen.


Auf der anderen Seite könnten Veränderungen in Ihrer Gedächtnis-Funktion ein Zeichen dafür sein, dass Ihr Gehirn auf dem Weg in einen allmählichen Rückgang ist - und es ist Zeit für Sie, Maßnahmen zu ergreifen, zum Schutz und zur Wiederherstellung Ihrer kognitiven Funktion.


Neue Forschungen zeigen: Milder Gedächtnisverlust ist nicht normal. Während gelegentliche Ausrutscher und Vergesslichkeit normal sind, ist milder Gedächtnisverlust dies nicht. Hirnläsionen sind mit Demenz und Alzheimer-Krankheit für einige Zeit in Verbindung gebracht worden. Aber in einer neuen Studie waren die Forscher davon überrascht, dass sogar sehr milder Gedächtnisverlust auf die Anwesenheit der gleichen Art von Schäden zurückzuführen ist, wie in schweren Fällen, und damit mit dem kognitiven Verfall in Verbindung steht. Sie schlossen daraus, dass auch sehr leichte Veränderungen in Ihrer kognitiven Funktion - einst als ein "normales" Zeichen des Alterns gesehen – eigentlich eines der ersten Anzeichen von Demenz, einschließlich Alzheimer-Krankheit sind. Also was bedeutet das? Wenn Sie bemerken, dass Ihr Verstand nicht so scharf ist, wie er früher war, ignorieren Sie dies nicht – Sie müssen Maßnahmen ergreifen, um dies zu bessern oder zumindest eine Minimierung weiterer Schäden herbeiführen.


6 Erste Schritte um Ihre Gehirnfunktion zu verbessern

Das Gehirn ist eigentlich ein sehr formbares Organ, das sich selbst verkabeln kann wenn es die richtigen Werkzeuge hat. In der Tat, weiterhin sind wir Menschen während unseres gesamten Lebens fähig, neue Nervenzellen zu bilden. Dies geschieht, wenn wir ständig geistig aktiv bleiben.

Also, eine der einfachsten Methoden zur Steigerung Ihrer Gehirnfunktion ist die, das Lernen beizubehalten. Die Größe und Struktur von Neuronen und die Verbindungen hängen davon ab, ob und wie viel Sie lernen. Dies kann durch viele Formen geschehen: Sie lesen ein Buch, haben Aktivitäten wie Reisen, Sie lernen, ein Musikinstrument zu spielen oder eine Fremdsprache zu sprechen, oder Sie nehmen an sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten teil. Als Nächstes sollten Sie einen Lebensstil haben, der förderlich für ein gesundes Gehirn ist, dieser beinhaltet:


1. Essen Sie das Richtige

Studien haben gezeigt, dass ältere Personen, die eine gesunde Ernährung zu sich nehmen, weniger unter den Symptomen der Demenz leiden. Vermeiden Sie Zucker und Getreide, und seien Sie achtsam bei Nahrungsmitteln, die Ihre Blutzuckerwerte negativ beeinflussen. In der Tat, Insulinresistenz und Diabetes erhöhen deutlich das Risiko, an Demenz und Alzheimer zu erkranken, weshalb die diätetischen Strategien, die Ihr Gehirn zu schützen vermögen, ähnlich mit denen zur Vermeidung von Diabetes sind.


2. Bleiben Sie in Bewegung

Regelmäßige Bewegung fördert wesentliche Zell- und Gewebe-Reparaturmechanismen, darunter das Wachstum neuer Gehirnzellen. Im Wesentlichen ermutigt körperliche Bewegung Ihr Gehirn dazu, eine optimale Kapazität derr Nervenzellen zu vermehren, die Stärkung ihrer Verbindungen aufzubauen und vor Beschädigungen zu schützen. Frühere Forschungen haben gezeigt, dass mit einem regelmäßigen Trainingsprogramm die Entwicklung der Alzheimer-Krankheit verlangsamt wird.


3. Verzehren Sie Omega-3-Fette

Einer der wichtigsten Nährstoffe für das Gehirn sind Omega-3-Fette. Eine Reihe von Studien haben gezeigt, dass Omega-3-Fettsäuren Schutz gegen kognitive Verschlechterung bieten, darunter: Verringerung der Entzündung im Gehirn Begrenzung der Anreicherung von Beta-Amyloid-Plaques, die ein Merkmal der Alzheimer-Krankheit sind Die Beeinflussung der Membran-Funktionsweise Regeneration von Nervenzellen. Leider ist die ideale Quelle für Omega-3 – nämlich Fische, in der Regel keine sichere Quelle mehr, da die meisten Fische sind jetzt stark mit Umweltgiften belastet. Deshalb wird Ihnen empfohlen, sich die Omega-3-Fette aus einem hochwertigen Krillöl zu besorgen. Abgesehen davon, dass dies ein sehr gut resorbierbares Fischöl ist, ist es auch mit nützlichen Antioxidantien geladen und ist eindeutig die nachhaltigste Quelle von tierischen Omega-3-Fetten auf unserer Erde.


4. Sorgen Sie für einen erholsamen Schlaf

Während des Schlafes wird Ihre geistige Energie wiederhergestellt, und ein Mangel an Schlaf kann Ihr Gehirn dazu bringen, die Produktion neuer Zellen zu bremsen.


5. Vitamin D ist wichtig!

Optimieren Sie Ihren Vitamin D-Spiegel durch sichere Sonneneinstrahlung, ein sicheres Solarium und/oder Vitamin D-Präparate. Vitamin D spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Gehirnentwicklung und –funktion. Lassen Sie Ihren Vitamin D-Spiegel das ganze Jahr über testen, damit sie auch ganzjährig sicher sein können, dass Ihr Vitamin D-Spiegel Sie gesund halten kann.


6. Probieren Sie das Kokosöl aus

Gedächtnislücken sind das Merkmal der Alzheimer-Krankheit und neuere Untersuchungen haben ganz phänomenale Verbesserungen mit Hilfe von Kokosöl gezeigt. Zwar gibt es bisher noch keine genaueren Untersuchungen, aber dennoch Hinweise in diese Richtung, so dass empfohlen wird, das Kokosöl in Ihrer Ernährung mit einzuplanen.


Also denken Sie daran, ein kleiner "Gedächtnis-Aussetzer" muss Sie nicht beängstigen, aber wenn Sie wirklich wollen, dass Ihr Gehirn länger gesund und das Gedächtnis immer funktionstüchtig bleibt, können Sie das erreichen, wenn Sie die oben aufgeführten Strategien einsetzen.

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

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