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Gesunde Schokolade: wie geht das?
09.10.2012
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Im folgenden Artikel wird gezeigt, worauf Sie bei der Auswahl von Schokolade achten sollten, um mit gutem Gewissen genießen zu können und dabei noch der eigenen Gesundheit einen Gefallen zu tun. Überzeugen Sie sich auch, wie einfach es geht, eine hausgemachte Schokolade ohne Zucker herzustellen. So können Sie in die Gunst der gesundheitlichen Vorteile von Schokolade kommen und können sicher sein, dass sie in diesem Fall frei von chemischen Zusätzen ist.


Worauf Sie bei der Auswahl der Schokolade achten müssen

Je mehr der Kakao seinem natürlichen Rohzustand ähnelt, desto höher ist sein Nährwert. Idealerweise sollte Ihre Schokolade oder Ihr Kakao roh verzehrt werden (in Form von Kakao).

Bei der Auswahl der Schokolade ziehen Sie Produkte mit höherem Kakao- und niedrigerem Zuckergehalt vor.

Im Allgemeinen gilt: je dunkler die Schokolade, desto höher ist der Kakaoanteil. Allerdings ist Kakao im Geschmack ziemlich bitter. Den bitteren Geschmack "verdankt" Schokolade Flavanolen, was auch der Grund dafür ist, dass sie in der Herstellung entfernt werden.

Aber es sind eben diese Flavanole, die den großen gesundheitlichen Nutzen bringen!

Am Besten wäre, eine Schokolade zu finden, die so minimal wie möglich bearbeitet wurde und dennoch genießbar ist.

  • Wählen Sie Schokolade mit einem Kakao-Anteil von etwa 70 Prozent oder höher.
  • Wenn Sie den etwas bitteren Geschmack von rohem Kakao tolerieren können, dann ist das die beste Option für Ihre Gesundheit.
  • Milchschokolade ist keine gute Wahl, da sie pasteurisierte Milch enthält und ebenso große Mengen von Zucker.
  • Weiße Schokolade ist ebenfalls reich an Zucker und enthält keinen der sekundären Pflanzenstoffe.


Wie machen Sie Ihre eigene gesunde Schokolade?

Um alle gesundheitlichen Vorteile von Schokolade zu erhalten, bietet sich an, diese selber aus hochwertigen Zutaten herzustellen. Dabei sollten Sie vor allem auf die Besorgung richtiger, natürlicher Zutaten achten:

  1. Kakaobutter
  2. Pasteurisierte Butter oder Kokosfett


Sobald alles auf dem Küchentisch bereit liegt, geht es im Prinzip ganz einfach los:

1. Sie schmelzen einfach rohe Kakaobutter.


2. Danach fügen Sie entweder rohe pasteurisierte Butter oder Kokosfett hinzu (Beide haben ihre eigenen gesundheitlichen Vorteile).


3. Wenn Sie diese Zutaten bei einer niedrigeren Temperatur schmelzen, haben Sie eigentlich schon Ihr fertiges Produkt.

Tipp: Die Schmelztemperatur dieser Zutaten ist so niedrig, dass Sie am besten alles im Kühlschrank aufbewahren.


Es kommt auf die Auswahl richtiger Zutaten an!

Lesen Sie die Etiketten sorgfältig und bewerten jedes Produkt einzeln:

Die Art des Süßstoffes:

Nicht nur sollten Sie Schokolade mit niedrigem Zuckergehalt verwenden, sondern auch darauf achten welche Form von Zucker diese enthält:

Honig wird manchmal verwendet, um rohe Schokolade-Produkte zu süßen: dies ist in Maßen eine gute Wahl.

Schokolade mit Stevia wäre vorzuziehen

Rohrzucker, Fruchtzucker oder High Fructose Corn Sirup sind nicht zu empfehlen: sie können Ihre Schokolade schnell zu süß machen und vermindern vor allem die gesundheitliche Wirkung Ihrer hausgemachten Schokolade.

  • Alle künstlichen Süßstoffe sind streng zu vermeiden.
  • Fructose bricht in eine Vielzahl von Abfallstoffen aus, die schlecht für Ihren Körper sind, Harnsäure ist z. B. einer dieser Abfallstoffe: Harnsäure treibt den Blutdruck durch Hemmung der Produktion von Stickstoffmonoxid in den Blutgefäßen nach oben und beeinträchtigt die Elastizität der Blutgefäße.

Gentechnisch veränderte Kakaobohnen:

Wählen Sie Schokoladenprodukte, die aus biologischem Anbau stammen und auch zertifiziert sind, so stellen Sie sicher, dass diese nicht gentechnisch verändert (GE) sind. Ein großer Anteil der Schokolade heute (auch dunkle Schokolade) ist unglücklicherweise gentechnisch verändert (GE-Prdoukt).

Die Art der Fette:

Fett in der Schokolade ist eine gute Sache, solange es die richtige Fettart ist. Gute Fette verlangsamen die Aufnahme von Zucker und verringern die Insulinausschüttung.

Idealerweise sollte es die Art von Fett sein, die auch in der natürlichen Pflanzen-Kakaobutter enthalten ist. Die primäre Fettsäure in Kakaobutter ist Stearinsäure: Diese ist die einzige unter den gesättigten Fettsäuren, die das HDL positiv beeinflusst, ohne Beeinträchtigung der LDL.

Kokosöl würde das nächstbeste Fett in der Schokolade sein.

Vermeiden Sie Sojaöl (und jede andere Form von Soja) sowie andere pflanzliche Öle und Transfette.


Wie viel Schokolade sollten Sie essen und wie oft?

Es gibt keine eindeutigen Regeln, wenn es um Dosierung von Schokolade geht. Aber einige Richtlinien können Ihnen eine individuelle Dosis geben:

1. Im Allgemeinen scheint am besten, kleinere Mengen von Schokolade in kürzeren Abständen zu konsumieren, ähnlich dem Prinzip der geteilten Dosierung anderer Nahrungs-Ergänzungen, um einen gleichmäßigeren Strom von Nährstoffen in den Blutkreislauf zu gewährleisten.

2. Der tägliche Verzehr in kleinen Dosen (zwei- bis drei Mal pro Tag) ist wahrscheinlich von Vorteil, solange Sie von der Menge her nicht über die Stränge schlagen und solange Sie hochwertige Schokolade essen.

3. Wenn Sie für sich selbst in Anspruch nehmen, eine Schokolade, frei von diesen Zusatzstoffen und mit sehr wenig Zucker zu essen, dann können Sie mehr davon verbrauchen ohne die Kehrseite der Medaille zu sehen.

Quellen:

Surprise! Chocolate CAN Be Good for You, at the Right Dose

Genetically Modified Chocolate to Consume 70% of Global Cocoa Supply

Bildquelle: Rolf von Melis / www.pixelio.de

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4 Kommentare

17.04.2016 01:09 claudia sagt:
gut
artikel gefällt mir
23.11.2015 20:20 Unknown sagt:
Tipp: Ich würde für eine Schokolade neben Kakaobutter und Kokosfett auch noch Kakaopulver verwenden ;))
25.09.2014 12:45 Henriette sagt:
Schokolade selber machen
Tönt ja gut, aber wo finde ich reine Kakobutter in Bio-Qualität, d.h. ohne GMO?
24.10.2012 12:56 @home sagt:
Genauso wie im Text - Auf die Zutaten der Schokolade kommt es an! Und zwar nicht nur an die einzelnen Bestandteile der Schoki (Zucker, Fett usw) sondern auch die Art "Zusatzelemente", wie Nüsse oder Gewürze. Hier verbirgt sich meist das schlimmste Böse, wenn man anstatt von gesunden Nüssen chemische Zusätze wählt.

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