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In engen Grenzen: Leben mit CFS (Filmdoku)
02.10.2012
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Der Name der Erkrankung "Chronisches Erschöpfungssyndrom" ist gleichzeitig ihr Hauptsymptom. Mit dem Chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS) haben wir zu tun, wenn die Leistungsfähigkeit des Betroffenen gegenüber seinem gesunden Zustand permanent um mehr als 50% verringert ist und diese Situation mehr als sechs Monate besteht. Im heutigen Beitrag stellen wir Ihnen eine ergreifende und zugleich medizinisch fundierte Reportage zum Thema CFS/ME vor, die den Alltag von CFS-Patienten und ihren Angehörigen zeigt. Außerdem können Sie nachlesen, mit welchen klinischen Symptomen diese chronische Erkrankung einhergeht.



In engen Grenzen: das Leben mit CFS


Liste mit Symptomem, die bei CFS auftreten

(Auszug; Unter der Auflistung der Originaltext zum Downloaden im vollen Umfang)

Neuroimmunologische Entkräftung nach Belastung

  • Deutliche, schnelle körperliche und/oder kognitive Erschöpfbarkeit als Reaktion auf Belastung; auch minimale Belastungen wie Aktivitäten im Alltagsleben oder einfache mentale Aufgaben können entkräftend sein und einen Rückfall verursachen

  • Symptomverstärkung nach Belastung: Das heißt, akute, grippe-ähnliche Symptome, Schmerzen und eine Verschlimmerung anderer Symptome.
  • Die Entkräftung nach Belastung kann sofort nach der Aktivität auftreten oder verzögert erst nach Stunden oder Tagen.
  • Die Erholungszeit ist verlängert und bedarf üblicherweise 24 Stunden oder länger.
  • Die niedrige Schwelle körperlicher und mentaler Erschöpfbarkeit (mangelndes Durchhaltevermögen) führt zu einer erheblichen Verminderung des vor Beginn der Erkrankung vorhandenen Aktivitätsniveaus.

Neurologische Beeinträchtigungen

  • Neurokognitive Beeinträchtigungen: u.a. Schwierigkeiten mit der Informationsverarbeitung: verlangsamtes Denken, Beeinträchtigung der Konzentration, Verlust des Kurzzeitgedächtnisses
  • Kopfschmerzen: Chronische, generalisierte Kopfschmerzen beinhalten oft schmerzende Augen, Schmerzen hinter den Augen oder im Hinterkopf, die mit Muskelverspannungen im Halsbereich verbunden sein können; Migräne; Spannungskopfschmerzen.
  • Muskelschmerzen: Es können beträchtliche Schmerzen in den Muskeln auftreten, den Muskel-Sehnen-Verbindungen, den Gelenken, im Bauchraum oder der Brust. Diese Schmerzen sind nicht-entzündlicher und oft wandernder Natur.
  • Schlafstörungen
  • Neurosensorische, Wahrnehmungsstörungen: Unfähigkeit, den Blick zu fokussieren, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm, Erschütterungen, Gerüchen, Geschmack und Berührung; beeinträchtigte Tiefenwahrnehmung.
  • Bewegungsstörungen: Muskelschwäche, Zuckungen, schlechte Koordination, sich wackelig auf den Füßen fühlen

Immunologische Störungen

  • Grippe-ähnliche Symptome:

    Sie können wiederholt oder chronisch auftreten und werden typischerweise durch Belastung aktiviert oder verstärkt: Halsschmerzen, Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündungen), die Hals- und/oder Achsellymphknoten können vergrößert oder beim Abtasten schmerzhaft sein.

  • Anfälligkeit für virale Infektionen mit verlängerten Erholungsphasen

Gastro-intestinale und urogenitale Beeinträchtigungen

  • Gastro-Intestinal-(Magen-Darm-)Trakt: Übelkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, Reizdarmsyndrom
  • Urogenital-Trakt: dringendes oder häufiges Wasserlassen, vermehrtes nächtliches Wasserlassen
  • Überempfindlichkeit auf Nahrungsmittel, Medikamente, Gerüche oder Chemikalien

Störungen der Energieproduktion und des Ionenkanaltransports

  • Herz-Kreislauf-System: Unfähigkeit, eine aufrechte Position zu tolerieren, niedriger Blutdruck, Herzklopfen mit oder ohne Herzrhythmusstörungen, Benommenheit/Schwindel.
  • Atemstörungen: Lufthunger, mühsame Atmung, Erschöpfung der Muskeln des Brustkorbes
  • Verlust der thermostatischen Stabilität: unternormale Körpertemperatur, ausgeprägte Tagesschwankungen, Schweißausbrüche, wiederholtes Fiebergefühl mit oder ohne geringgradiges Fieber, kalte Extremitäten.
  • Intoleranz gegenüber Temperaturextremen


Bildquelle:
Helene Souza / www.pixelio.de

Quellen:

Hier das ganze Dokument mit den klinischen CFS-Kriterien und ihrer Anwendung.

Film zum Downloaden auf:  http://www.in-engen-grenzen.de/

Zusätzliche Informationen zum Thema des Chronischen Erschöpfungssyndroms auf http://www.fatigatio.de/


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