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Käse schützt Herz, Gehirn und Knochen
23.04.2014
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Käse gehört zur gesunden Ernährung, denn er ist reich an Calcium, Vitamin D und Vitamin K2, welche Knochen und Zähnen aufbauen und die Herzarterien freihalten. Allerdings geht es dabei nicht um einen verarbeiteten Käse, sondern um einen hochwertigen, echten Käse. Lesen Sie mehr, was einen gesunden Käse ausmacht und welche gesundheitlichen Vorteile er uns zu bieten hat.


Die Nährstoffe in Käse für gesundes Herz und Gewicht

Käse ist ein wichtiger Lieferant von gesättigten Fettsäuren, welche die Herzgesundheit und den Stoffwechsel unterstützen. Käse enthält:

  • Proteine und Aminosäuren
  • gesättigte Fette und Omega-3-Fettsäuren
  • Vitamine und Mineralien, wie Calcium, Zink, Phosphor, Vitamin A, Vitamin D, B2 (Riboflavin) und B12
  • Vitamin K2
  • konjugierte Linolsäure (CLA) - stärkt gegen Krebs und stabilisiert den Stoffwechsel


Natürlicher Käse und verarbeiteter Käse

Natürlicher Käse ist ein einfaches fermentiertes Milchprodukt, mit nichts weiter als ein paar grundlegenden Zutaten:

  • Milch
  • Starterkulturen
  • Salz (wichtig für Geschmack, Reifung und Konservierung)
  • Enzym namens Lab

Mehr Zutaten sollten daher auf dem Etikett bei echtem Käse nicht auftauchen!

Verschiedene Geschmacksrichtungen und Härtegrade erzielt man bei echtem Käse durch:

  • Spezifische Starter-Kulturen, welche die Bakterien oder Schimmel-Stämme dazu anregen, den Käse reifen zu lassen
  • Die Art der verwendeten Milch (z.B. Kuh, Schaf, Ziege) und die Lebensbedingungen dieser Tiere
  • Methoden der Gerinnung, des Schneidens, des Kochens und der Bildung des Quarkes
  • Reife-Bedingungen wie Temperatur, Feuchtigkeit und Alterung
  • Dauer der Härtung

Die besten Quellen für Vitamin K2:

  • Gouda
  • Brie
  • Edamer

Käsesorten mit etwas geringerem aber immer noch beachtlichem Vitamin K2-Gehalt:

  • Cheddar
  • Colby
  • Harter Ziegenkäse
  • Schweizer Käse
  • Gruyere

Käse bietet eine synergistische Mischung aus Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und Omega-3-Fettsäuren, darunter Vitamin D3, Vitamin K2 und Kalzium, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose verringern.

Da die unterschiedlichen Käsesorten durch verschiedene Stämme von Bakterien erzeugt werden, unterscheiden sie sich in ihrem gesamten Vitamin K2-Anteil, sowie deren K2 Subtypen.

Käse enthält in unterschiedlichen Anteilen die Subtypen MK-4, 8 und MK-MK-9.

MK-4 ist die kleinste biologisch aktive Form (aber die häufigste Form in Käse), so dauert es länger für den Körper, um davon  zu profitieren. MK-7, MK-8 und MK-9 bleiben im Körper dafür länger aktiv, damit er auch von einem niedrigeren Niveau profitieren kann.

Laut einer niederländischen Studie aus dem Jahr 2009, sind die 10 Subtypen MK-7, MK-8 und MK-9 mit reduzierter Gefäßverkalkung beim Menschen verbunden.

 

Schmelzkäse und verarbeiteter "Käse“: lieber vermeiden!

Diese Produkte werden pasteurisiert und reichlich mit Zusatzstoffen versetzt, die ihren Nährwert zunichtemachen. Das Etikett wird immer auch die Worte "pasteurisiert" tragen. Zu achten ist auf jeden Fall auf Hinweise über Zusätze wie Natriumsulfat, Natriumphosphat, Citronate und verschiedene Farbstoffe. Ein weiterer Hinweis für verarbeiteten Käse ist, dass die meisten Sorten nicht gekühlt werden müssen.

Rohmilch-Käse

Im Idealfall sollte der Käse aus der Milch von mit Gras/Heu (und nicht mit Getreide oder Soja) gefütterten Tieren hergestellt werden.

Je höher die Qualität der Milch, desto höher ist die Käsequalität.

Die Hitze, die beim Pasteurisieren entsteht, zerstört die Enzyme und die guten Bakterien, die für den guten Käsegeschmack und seine ernährungsphysiologischen Vorteile sorgen.

Weil Rohmilchkäsesorten nicht pasteurisiert werden, bleiben die natürlichen Enzyme in der Milch erhalten. Dies trägt zu einer Verbesserung der Nährwerte bei:

  • Käse von Kühen mit richtigem Gras/Heu ernährt, ist deutlich reicher an Kalzium, Magnesium, Beta-Carotin und den Vitaminen A, C, D und E.
  • Käse von Kühen mit richtigem Gras/Heu ernährt ist frei von Antibiotika und Wachstumshormonen.

Haben Sie keine Angst vor Rohmilchkäse (solange es von einem seriösen Käser kommt!), denn der Geschmack und die Nährwerte sind besser als man es von verarbeitetem Käse jemals erhalten könnte. Für die meisten, durch den Käseverzehr bedingten Krankheitsausbrüche sind
Herstellungskontamination und Laxheit in der Qualitätskontrolle und NICHT eine mangelnde Pasteurisierung als verantwortlich anzusehen.

Roher Käse ist von Natur aus nicht gefährlich, vorausgesetzt, es werden hohe Standards in der Käseherstellung eingehalten.

Obwohl einige Käsesorten einen ziemlich hohen Salzanteil haben, die Salz- und Natrium-Spiegel sind im Käse um das Vielfache geringer als bei Fastfood-Ernährung!

Ausführliche Informationen (allerdings in englisch) erhalten Sie auf der Website über Käse: www.cheese.com


Autor: Dr. Rainer Mutschler
Bildquelle: w.r.wagner  / pixelio.de


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2 Kommentare

24.05.2016 09:36 Michael a.d.F. sagt:
Silizium statt Calcium
Der französische Forscher Kevran fand früh heraus, daß Hühner aus Silizium ihre Eierschalen, über Transmutation von Silizium in Calcium, herstellen. Es wird behauptet, daß gleiches für den Menschen gilt, bzw., daß demnach Calciumaufnahme für den Menschen nutzlos bis schädlich wirke. Für die Siliziumaufnahme werden
u.a. Gold- und Braunhirse als Quellen genannt, und vermutlich paßt dazu auch der Schachtelhalm.

MfG
31.12.2015 18:50 Michaela sagt:
Käse und Calzium
Dass Käse für die Calzumaufnahme beiträgt ist definitiv ein Märchen. In der Kuhmilch ist das Calzium Phosphor Verhältnis nicht für uns Mensche geeignet!

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