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Künstliche Zusatzstoffe in Lebensmitteln
04.03.2014
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Unzählige Lebensmittelzusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, künstliche Süßstoffe, Aromen und Farben werden unseren Lebensmitteln verabreicht und machen sie dadurch im besten Fall nutzlos und auf Dauer gefährlich für unsere Gesundheit. Eine natürliche, echte Ernährung ist im Zeitalter der Lebensmittelindustrie paradoxerweise immer seltener und schwieriger zu beschaffen. Dabei ist sie einer der wichtigsten Grundsätze einer nachhaltigen Gesundheit. Greifen Sie dennoch manchmal zu verarbeiteten Lebensmitteln? Dann ist das Lesen des Etiketts von großem Wert für Ihre Gesundheit. Im Folgenden stellen wir einige von den Lebensmittelzusatzstoffen vor, auf die Sie dabei stoßen können und vor denen Sie Ihren Körper möglichst bewahren sollten.

Künstliche Süßstoffe

Experimente haben gezeigt, dass süßer Geschmack, unabhängig vom Kaloriengehalt, den Appetit fördert und einen suchtähnlichen Konsum von süßen Lebensmitteln auslöst, was logischerweise zur Gewichtszunahme führt. Dem künstlichen Süßstoff Aspartam wird die stärkste Wirkung zugeschrieben.  Andere starke künstliche Süßstoffe sind: Acesulfam-Kalium, Sucralose und Saccharin. Gewichtzunahme ist allerdings noch im Verhältnis eine harmlose Nebenwirkung von künstlichen Süßstoffen.

Aspartam

Aspartam ist ein süß schmeckendes Neurotoxin. Die Aminosäuren in Aspartam greifen die Zellen an, überwinden die Blut-Hirn-Schranke und gelangen so in die Gehirnzellen. Es entsteht eine toxische Zellstimulation (Exzitotoxizität), was auch bei dem Zusatzstoff Glutamat (MSG) der Fall ist.

Sucralose

Sucralose beeinträchtigt die Verdauungsenzyme, wodurch die Barrierefunktion des Darmes verändert wird. Dieser Prozess ist an der Entstehung oder Verschlimmerung von entzündlichen Reaktionen im Darm beteiligt [1]. In Forschungen wurde auch herausgefunden, dass Sucralose bis zu 50% der guten bakteriellen Flora im Darm zerstört [2].

Ohne Zweifel: künstliche Süßstoffe wirken sich noch schlimmer auf unsere Gesundheit aus als Zucker und Fruchtzucker.

Synthetische Transfette

Synthetische Transfette sind häufig in Lebensmitteln enthalten, die hydriertes Pflanzenöl enthalten, wie z. B. Cracker, Chips, Supermarkt-Backwaren sowie alle frittierten Lebensmittel.

Synthetische Transfette sind für die Entstehung von Entzündungen verantwortlich, die bekannter Marker bei den meisten chronischen Erkrankungen sind.

Als ein Beispiel kann eine Studie aus dem Jahr 2010 angeführt werden, bei der Frauen nach der Menopause untersucht wurden mit dem Ergebnis, dass diejenigen mit dem höchsten täglichen Anteil an synthetischen Transfetten eine 30% höhere  Anfälligkeit für ischämische Anfälle aufwiesen [3].

Synthetische Transfette begünstigen zusätzlich folgende gesundheitliche Probleme:

  • Krebs: Sie stören Enzyme, die Ihr Körper zur Krebsbekämpfung benötigt.
  • Diabetes: Sie stören die Insulin-Rezeptoren in der Zellmembran.
  • Verminderte Immunfunktion: Sie reduzieren Ihre Immunantwort.
  • Probleme mit der Fortpflanzung: Sie stören Enzyme, die benötigt werden, um die Geschlechtshormone zu produzieren.
  • Herzkrankheiten: Ihre Aufnahme von Trans-Fettsäuren sollte so niedrig wie möglich sein. Es gibt keine nachgewiesene "Sicherheitsgrenze".

Künstliche Aromen

Künstliches Aroma kann sowohl einen unnatürlichen Zusatzstoff enthalten als auch eine Mischung von Hunderten von verschiedenen Zusatzstoffen. Künstliches Erdbeer-Aroma enthält zum Beispiel fast 50 chemische Inhaltsstoffe.

Mononatriumglutamat (MSG)

Dieser Geschmacksverstärker wird häufig mit chinesischen Lebensmitteln assoziiert, ist aber eigentlich in vielen anderen verarbeiteten Lebensmitteln enthalten wie Tiefkühlgerichte und Salat-Dressings, Snacks, Chips oder Fleisch.

MSG ist ein Excitotoxin: es lässt die Zellen überreagieren, was zur Zellschädigung führt. MSG verursacht Hirnfunktionsstörungen und Schäden in unterschiedlichem Ausmaß - und möglicherweise sogar die Auslösung oder Verschlimmerung von Lernstörungen, der Alzheimer -Krankheit, Parkinson-Krankheit und Lou-Gehrig-Krankheit.

Künstliche Farben

Ab Juli 2010 wurden die meisten Lebensmittel, die künstliche Farbstoffe enthalten, in der Europäischen Union mit Warnschildern gekennzeichnet: "Kann sich nachteilig auf die Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern auswirken".

Die britische Regierung bat auch im Jahr 2009 die Lebensmittelhersteller darum, aufgrund der gesundheitlichen Bedenken, die meisten künstlichen Farben aus Lebensmitteln zu entfernen.

Ergebnisse von Studien, die von der chemischen Industrie selbst durchgeführt wurden, z. B.:

  • Rot Nummer 40: der am meisten verwendete Farbstoff kann das Immunsystem bei Mäusen empfindlich stören, Tumore rascher entstehen lassen, es wurde auch ein Zusammenhang mit der Auslösung von Hyperaktivität bei Kindern festgestellt.
  • Blau Nummer 2: verwendet in Süßigkeiten, Getränken, Tiernahrung und vielem mehr, wird mit Gehirntumoren in Zusammenhang gebracht.
  • Gelb Nummer 5: verwendet unter anderem bei Backwaren, Süßigkeiten und Müsli ist nicht nur mit mehreren krebserregenden Chemikalien kontaminiert, es wird auch mit Hyperaktivität, Überempfindlichkeit und anderen Verhaltensänderungen bei Kindern verbunden [4].


Maissirup (HFCS )

Es wird oft behauptet, dass Maissirup nicht schlechter als Zucker sei, aber das ist nicht der Fall. Es enthält freie Formen von Monosacchariden, Fructose und Glukose, kann also nicht als biologisches Äquivalent zu Saccharose (Zucker) gesehen werden.

Fructose wird in erster Linie von der Leber metabolisiert, weil die Leber das einzige Organ ist, das als Transporter hierfür dient. Bei der herkömmlichen Fructose-haltigen Ernährungsweise des Westens sind unsere Lebern einer erheblichen Menge an Fructose ausgesetzt, die sie verarbeiten müssen.  

Zu viel Fructose richtet in der Leber die gleichen gesundheitlichen Schäden an wie Alkohol und andere Giftstoffe. Und genau wie beim Alkohol auch, die Fructose wird direkt in Fett umgewandelt und in den Fettzellen gespeichert, was zu einer  Fehlfunktion der Mitochondrien (Mitochondriopathien), zu Übergewicht und Adipositas-Erkrankungen führen kann.

Als Standard-Empfehlung zum Fructoseverbrauch gilt: Halten Sie den gesamten täglichen Fructose-Verbrauch bei unter 25 Gramm. Dabei ist es auch sinnvoll, die Fructose-Aufnahme aus Obst auf bis zu 15 Gramm oder weniger zu begrenzen, denn wir essen praktisch jeden Tag außer in Obst "versteckte" Quellen von Fructose, z.B. in Getränken und verarbeiteten Lebensmitteln.

15 Gramm Fructose enthalten zwei Bananen oder 1/3 Tasse Rosinen.

Denken Sie daran: eine Dose Cola enthält 40 Gramm Zucker, mindestens die Hälfte davon besteht aus Fructose, so dass allein diese eine Dose Cola oder Limonade den täglichen Bedarf überschreitet.


Konservierungsmittel

Konservierungsstoffe verlängern die Haltbarkeit von Lebensmitteln.

Butylhydroxyanisol (BHA) und Butylhydroxytoluol hydrozyttoluene (BHT) sind Konservierungsstoffe, die das neurologische System des Gehirns beeinflussen, zu Verhaltensänderungen führen und Krebs begünstigen können.

Tertiäres butylhydrochinon (TBHQ) ist ein chemisches Konservierungsmittel und so tödlich, dass bereits 5 Gramm davon ausreichen, um die tödliche Wirkung zu erreichen.

Das Konservierungsmittel Natriumbenzoat - in vielen Softdrinks, Fruchtsäften und Salatdressings gefunden –bewirkt nachweislich und messbar, dass Kinder mehr hyperaktiv und leicht ablenkbar werden.

Natriumnitrit: ein häufig verwendetes Konservierungsmittel in Hot Dogs, Wurst und Speck, wird mit höheren Raten von Dickdarm-, Magen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs in Verbindung gebracht.

Die Liste ist allerdings nicht abschließend…leider…

Wenn Lebensmittel verarbeitet werden, gehen nicht nur wertvolle Nährstoffe verloren. Es werden auch die natürlichen Fasern-Strukturen und die natürlichen Geschmacksrichtungen vernichtet. Nach einer solchen Verarbeitung entsteht ein fades Endprodukt, das die meisten Menschen nicht essen würden. Also müssen an dieser Stelle die Lebensmittelhersteller Nährstoffe, Geschmacksstoffe, Farbe und Textur zugeben, um verarbeitete Lebensmittel genießbar zu machen.

Aber ist das Grund genug, um sich auf die Allgegenwart der Kunststoffe im eigenen Essen einzulassen und auf eine frische, vollwertige Kost zu verzichten? Der Wert der eigenen Gesundheit gibt dafür die richtige Antwort.

Autor: Dr. Rainer Mutschler
Bildnachweis: Bettina Stolze / pixelio.de


Referenzen:

[1] Canadian Journal of Gastroenterology, September 2011, 25 (9): 511
[2] Splenda alters gut microflora and increases intestinal p-glycoprotein and cytochrome p-450 in male rats.
[3] Total fat, trans fat linked to higher incidence of ischemic stroke
[4] http://cspinet.org/new/pdf/food-dyes-rainbow-of-risks.pdf (PDF-Datei)

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