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Nebenwirkungen der Antibabypille
27.07.2011
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Die Wahl einer Verhütungsmethode ist eine sehr persönliche Entscheidung. Sie ist aber vor allem auch extrem wichtig aus gesundheitlichen Gründen. Zu den beliebtesten Verhütungsmaßnahmen gehört die Antibabypille. Die größten Vorteile dieser Lösung sind ihre hohe Wirksamkeit und bequeme Handhabung. Nur wenige wissen allerdings, mit welchen Nebenwirkungen die Einnahme von Pillen einhergeht.


Wie die Pille die Partnerwahl beeinflussen kann

Es ist eine sehr bekannte Tatsache, dass der Geruch bei der Auswahl eines Partners eine wichtige Rolle spielt. Dazu gehören auch die Düfte, die Sie nicht bewusst wahrnehmen können, wie z. B. Pheromone (vor einigen Jahren entdeckten Forscher, dass ein bestimmter Riechnerv, genannt "Nerv O" für die Wahrnehmung der Pheromone zuständig ist).

Nerv O hat Endungen in Ihrer Nasenhöhle, aber die Fasern gehen direkt an die sexuellen Regionen des Gehirns. Da Nerv O Ihren olfaktorischen Kortex beeinflusst, spielt ein bewusster Geruch keine Rolle, sondern es werden chemische sexuelle Signale identifiziert.

Menschen wie Tiere werden in der Wahl ihrer Präferenzen mit Hilfe des Haupthistokompatibilitätskomplex-assoziierten (MHC) Geruches beeinflusst. Forscher haben entdeckt, dass Frauen im Allgemeinen den Körpergeruch von Männern mit unterschiedlicher MHC bevorzugen. Es wird angenommen, dass dies Teil einer natürlichen Selektion ist, um zu verhindern, dass eine genetische Inzucht entsteht.

Wenn die Partner ähnliche MHC haben, sind ihre Chancen für eine erfolgreiche Reproduktion vermindert. Allerdings ändern sich die Geruchs-Präferenzen einer Frau, wenn sie die „Pille“ nimmt.

Die Pille ahmt im Wesentlichen eine Schwangerschaft nach. Wenn eine Frau schwanger ist, neigt sie dazu, den Duft von Männern mit ähnlicher MHC dem Duft ihres eigenen Mannes vorzuziehen. Vielleicht als ein biologisches Zusammenspiel wird jetzt die Bindung mit unterstützenden Familienmitgliedern mehr gefördert als gegenüber potenziellen Partnern.

Dies bedeutet, dass wenn Sie ein hormonelles Verhütungsmittel einnehmen, Ihre Biologie ein erhöhtes Risiko aufweist, ein hormonelles Ungleichgewicht zu produzieren.

Dies wiederum macht es Ihnen möglicherweise dann unmöglich, sich von Partnern mit passender chemischer Zusammensetzung angezogen zu fühlen.

Allerdings gibt es ein weiteres Problem, was von noch größerer Bedeutung sein kann, und das sind die gesundheitlichen Auswirkungen, die die „Pille“ auf den weiblichen Körper haben kann.

Pille ist ein bequemer Weg, um eine Schwangerschaft zu verhindern: aber genau dort enden ihre Vorteile


Eine künstliche Steuerung Ihres Menstruationszyklus mit synthetischen Hormonen kann durchaus die ideale Methode für eine hoch effektive, relativ billige und leicht reversible Geburtenkontrolle sein...

In Wirklichkeit ist die Einnahme der Antibabypille ist mit zahlreichen gesundheitlichen Risiken verbunden.

Daher ist es wichtig, genau abzuwägen, welche Risiken man zugunsten der Bequemlichkeit gegenüber den erheblichen Risiken in Kauf nimmt.

Die künstliche Manipulation von Hormonen ist eine riskante Angelegenheit

Die meisten Antibabypillen, Pflaster, Vaginalringe und Implantate bestehen aus einer Kombination von Derivaten der Hormone Östrogen und Gestagen.

Sie arbeiten durch die Nachahmung dieser Hormone in Ihrem Körper, um Ihrem reproduktiven System die Produktion der folgenden Effekte vorzutäuschen:
    • Vorbeugung gegen die Freisetzung von Eiern aus Ihren Eierstöcken

    • Verdickung Ihres Zervixschleimes zur Blockade gegen die Befruchtung mit Spermien

  • Verdünnung der Auskleidung der Gebärmutter, um die Einnistung eines Eies zu verhindern, sollte es befruchtet worden sein

Allerdings existieren Ihre Fortpflanzungsorgane nicht in einer Blase... sie sind mit allen Ihren anderen körperlichen Systemen verbunden und deshalb ist die „Pille“ in der Lage, viel mehr als nur den reproduktiven Status zu verändern.


Risiken von synthetischen Östrogenen und Gestagenen

Wenn Sie auf eine der hormonellen Verhütungsmethoden zurückgreifen (ob es die „Pille“, Pflaster, Vaginalring oder Implantat ist), dann ist es wichtig zu verstehen, dass Sie synthetisches Progesteron und synthetisches Östrogen einnehmen - etwas, das eindeutig nicht von Vorteil ist, wenn Sie eine optimale Gesundheit erhalten wollen.

Diese Verhütungsmittel enthalten die gleichen synthetischen Hormone wie jene, die in der Hormonersatztherapie (HRT) verwendet werden, welche bereits gut dokumentierte Risiken aufweist, darunter ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel, Schlaganfall, Herzinfarkt und Brustkrebs.

In der Tat haben Studien herausgefunden, dass HRT bei postmenopausalen Frauen das Brustkrebs-Risiko um mindestens ein Prozent pro Jahr erhöht und die HRT mit Gestagen erhöht das Risiko um acht Prozent pro Jahr.

Neuere hormonelle Verhütungsmethoden werden noch riskanter

Zwei der neueren hormonellen Kontrazeptiva, der Hormon-Releasing-Vaginalring NuvaRing und die Kombination der Pillen Yaz und Yasmin, die auch das Hormon Drospirenon zusätzlich zu Östrogen und Gestagen enthalten - können noch gefährlicher für Ihre Gesundheit werden als die älteren "Klassiker".

Der NuvaRing ist ein flexibler Vaginalring, der einmal im Monat ersetzt wird. Es werden bei diesem Estradiol und Etonogestrel freigesetzt. Letzteres wird als "drittes Generationen-Gestagen“ Desogestrel bezeichnet, und mit großen gesundheitlichen Bedenken in Verbindung gebracht und kann das Risiko von Blutgerinnseln verdoppeln, im Vergleich zu Kontrazeptiva der zweiten Generation. Der NuvaRing bietet eine relativ hohe Dosis dieses Hormons.

Andere Arten der Empfängnisverhütung enthalten auch dieses Hormon der dritten Generation, darunter auch einige Implantate. Mehr als 4.000 Klagen wurden bereits gegen den Bayer-Konzern wegen schwerwiegender Nebenwirkungen bei Frauen unter der Einnahme der neueren Antibabypillen Yaz und Yasmine eingereicht.

Die vier häufigsten Nebenwirkungen sind Blutgerinnsel, Erkrankungen der Gallenblase, Herzinfarkt und Schlaganfall. Die erste Studie darüber soll im September beginnen.

Die bereits existierenden Optionen - Top Acht der natürlichen Verhütungsmethoden


Die folgenden Optionen, die sowohl eine natürliche Familienplanung als auch Verhütungs-Methoden beinhalten, sind wirksame Mittel, um eine Schwangerschaft ohne Beschädigung Ihrer Gesundheit zu verhindern.

Männerkondome

Kondome haben eine 98-prozentige Wirksamkeit, wenn sie richtig eingesetzt sind. Ein Gleitmittel auf Wasserbasis erhöht die Effektivität, nicht ein Öl-Gleitmittel, weil dieses das Latex zu brechen vermag.

Frauenkondome

Diese dünnen, weichen Polyurethan-Beutel in der Vagina vor dem Sex angebracht, sind zu 95 Prozent wirksam. Bei weiblichen Kondomen ist es weniger wahrscheinlich, dass diese zerreißen.

Membranzylinder

Membranen, die von einem Arzt eingesetzt werden müssen, sind eine Barriere für Spermien. Bei richtigem Einsetzen und mit Spermizid-Gelen verwendet, erreichen sie eine Wirksamkeit von 92 bis 98 Prozent.

Portiokappe

Diese schwere Gummi-Kappe sitzt fest am Gebärmutterhals und kann in dieser Position für 48 Stunden belassen werden. Von Ihrem Arzt korrekt eingesetzt, erreichen Sie eine Wirksamkeit von 91 Prozent.

Cervical Schwämme

Der Schwamm, aus Polyurethanschaum, wird mit Wasser angefeuchtet und vor dem Sex in die Vagina eingeführt. Er funktioniert wie eine Barriere zwischen Spermien und dem Muttermund, Sperma wird absorbiert und ein Spermizid löst sich, um diese zu töten. Der Schwamm kann bis zu 24 Stunden in der Vagina verbleiben. Bei richtiger Anwendung hat der Schwamm eine Wirksamkeit von über 89 bis 91 Prozent.

Natürliche Familienplanung

Abgesehen von diesen Verhütungsmethoden gibt es auch natürliche Familienplanung (NFP)-Tools, die eine Frau nutzen kann, um ihren Eisprung verfolgen zu können. Viele Frauen fühlen sich durch NFP sehr wohl, weil es ihnen den persönlichen Kontakt mit ihrem Fruchtbarkeits-Zyklus erlaubt und sie diesen einhalten können.

Zu einigen der beliebtesten NFP-Methoden gehören:

Kalender-Methode

Enthaltung von Sex in der Woche, in der die Frau ihren Eisprung hat. Diese Technik funktioniert am besten, wenn eine Frau einen sehr regelmäßigen Menstruationszyklus hat. Es ist jedoch nicht für Paare als das einzige Mittel zur Empfängnisverhütung zu empfehlen, da die Erfolgsquote nur rund 75 Prozent beträgt.

Sie können die Wirksamkeit durch die Kombination mit Hilfe der Temperaturmessung steigern.

Temperatur-Methode

Dies ist ein Weg, um den Tag des Eisprungs ermitteln so, dass Sie in der Lage sind, Sex ein paar Tage vor und nach dem Eisprung vermeiden zu können. Es handelt sich um Ihre Basaltemperatur (Ihre Temperatur beim ersten Erwachen), jeden Morgen mit einem genauen "Basal" Thermometer gemessen, und unter Berücksichtigung der Zunahme der Temperatur, die nach dem Eisprung stattfindet.

Beachten Sie, dass Krankheit oder Mangel an Schlaf die Körpertemperatur zu ändern vermag und diese Methode unzuverlässig ist, wenn diese aber mit der Schleim-Methode gemeinsam verwendet wird, gibt es eine Erfolgsquote von 98 Prozent.

Schleim-Methode

Dabei wird das Nachverfolgen von Änderungen in der Menge und Beschaffenheit des Ausflusses, der einen steigenden Östrogenspiegel im Körper widerspiegelt.

Wenn das Östrogen zu steigen beginnt, entsteht ein trüber, klebriger Schleim. Wenn der Schleim klar wird, steht der Eisprung kurz bevor. Wird der Schleim dann wieder klebriger, ist der Eisprung vorüber.

Wie Sie sehen können, gibt es viele Alternativen zur „Pille“ und anderen hormonellen Verhütungsmitteln. Der Rat an alle Frauen ist: Wägen Sie Risiken und Vorteile ab, bevor Sie mit der Einnahme jeglicher Art von „Pillen“ beginnen.

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Bildquelle: Hartmut910  / pixelio.de

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