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Psychobiotika – Gute Bakterien für die Psyche
23.07.2013
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Bei Bakterien denken viele Menschen gleich an Infektionen. Das ist auch nicht ganz falsch, denn manche Bakterien können beim Menschen Krankheiten auslösen. Doch es gibt auch ganz andere Bakterien, nämlich solche, die gut für den Menschen sind, so gut, dass jetzt eine Forschergruppe aus Irland einen neuen Namen für sie kreiert hat: Psychobiotika. Da hört man gleich die Verwandtschaft zu den Probiotika, jenen Bakterien, die man zur Unterstützung des Darmes einnehmen kann, damit sie helfen, eine gesunde Darmflora aufzubauen. Doch was soll das mit „Psycho“ zu tun haben?

„Psycho“ und „Bio“ machen Sinn

Die Iren definieren ihre Psychobiotika als „lebende Organismen, die Patienten mit psychiatrischen Krankheiten einen gesundheitlichen Vorteil bringen können, wenn sie in angemessenen Mengen aufgenommen werden.“ „Biological Psychiatry“ [1]

Dieser Vorteil kommt dadurch zustande, dass Psychobiotika den Darm und seinen Stoffwechsel beeinflussen: Sie werden zuerst Bestandteil der sogenannten Darmflora, also des Bakterienrasens, der den Darm des Menschen von innen auskleidet. Und diese Darmflora hat unter anderem Einfluss darauf, welche Stoffe die Darmzellen bilden. Im Falle der Psychobiotika fördern sie die Produktion von Nerven-Botenstoffen im Darm – zum Beispiel von Serotonin, dem sogenannten „Glückshormon“ des Menschen oder auch von GABA, dem Botenstoff, der beruhigend wirkt.

Da der gesamte Verdauungstrakt und seine Nerven im ständigen Austausch mit dem Gehirn stehen, können die im Darm gebildeten Botenstoffe unsere Psyche leicht mit beeinflussen. Das kann sehr weit gehen: Viele Menschen mit Depressionen zum Beispiel können von einer Behandlung ihres Darmes sehr profitieren – manchmal mehr als von einer medikamentösen Therapie!

Tun Sie etwas für Ihren Darm!

Es lohnt sich also, den Darm und seine Bakterien zu hegen und zu pflegen, (nicht nur) der Psyche zuliebe. Was Sie dafür tun können, dazu finden Sie in diesem Blog viele Informationen.

Gerne können Sie sich auch mit dem CFI in Speyer in Verbindung setzen, wenn Sie selbst von psychischen Erkrankungen betroffen sind und eine ganzheitliche Therapie versuchen wollen, die auch und ganz besonders Ihren Darm mit einbezieht.

[1] Dinan, Timothy G.; Stanton, Catherine, Cryan, John F.: Psychobiotics: A Novel Class of Psychotropic, Biol.Psychiatry, 2013, Jun 8. Pp:S0006-3223(13)00408-3. doi 10.1016&j.biopsych.2013.05.001.

Autor: Dr. Rainer Mutschler

Bildquelle Sigrid Rossmann / pixelio.de

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1 Kommentare

29.09.2014 03:14 B. Guzi sagt:
Vitalkost
Ich nehme bezüglich Serotonin auf Anraten einer Bekannten diese Naturkost Ehlers Vitalkost. Das wird so verarbeitet, dass sie im Darm natürlich in Serotonin umgewandelt wird. Half mir über meine letzte Winterdepression.

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