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Regenerative Mitochondrien-Medizin: Eine Medizin der Zukunft
06.12.2011
mitochondrium
Die Regenerative Mitochondrienmedizin hat bereits viele therapeutische Verfahren entwickelt, die es ermöglichen, erstens die Ursachen von Erkrankungen – soweit möglich – zu beseitigen und zweitens die in den Mitochondrien und den betroffenen Zellen ablaufenden pathologischen Stoffwechselvorgänge zu stoppen. Je nach Zerstörungsgrad der Gewebe und Ursache der Mitochondriopathien kann so eine Regeneration erreicht und möglicherweise sogar eine Besserung eingeleitet werden.

Arteriosklerose, Krebs, Allergien, Autoimmunerkrankungen – all diese Erkrankungsgruppen (und noch manche mehr) sind Beispiele dafür, wie wenig die konventionelle Medizin für die Gesundheit der Patienten manchmal tun kann. Außer der radikalen Chirurgie, oft nebenwirkungsreichen Medikamenten und einer Begleitung des leider oft vorkommenden Fortschreitens der Erkrankungen (mit bestenfalls einem Aufhalten der vorhersehbaren Entwicklung) kann die herkömmliche Medizin (und Pharmazie) nicht viel tun.

Das kann niemanden wirklich zufriedenstellen, weder die Patienten noch die Therapeuten. Hinzu kommt, dass viele jener genannten Erkrankungen in den meisten Fällen kombiniert auftreten. Multimorbidität ist gerade da die Regel und nicht die Ausnahme!

Wer bisher "nur" eine dieser Erkrankungen diagnostiziert bekommen hat, der muss neben dem mäßigen Handlungsspielraum der "Schulmedizin" auch noch damit klarkommen, dass weitere Erkrankung hinzukommen können. Wovon das abhängt und wie der Betroffene sich vielleicht schützen könnte, dazu schweigt sich die Medizin aus.

Wer sich allerdings etwas genauer und auch über die deutschen und europäischen Grenzen hinaus umschaut, der stellt fest, dass es doch eine Ausrichtung der Medizin gibt, die sich mit einer wesentlichen Ursache dieser bisher schlecht therapierbaren Erkrankungen beschäftigt: die Regenerative Mitochondrienmedizin.

Natürlich wird diese Form der Medizin von "Hardlinern der Schulmedizin" belächelt oder gar geschmäht, doch ihre Erfolge sprechen eine ganz eigene Sprache, und das ist es, was neugierig macht und eine intensivere Beschäftigung damit mehr als rechtfertigt.

 

Die Mitochondrien – die Kraftwerke der Zellen

In jeder Zelle des menschlichen Organismus (Ausnahme: Erythrocyten) liegen Mitochondrien vor und sind für wesentliche Anteile der Energieversorgung der Organe und Gewebe zuständig. Der Hauptanteil des vom Körper benötigten Energieträgers ATP wird in den Mitochondrien synthetisiert. Das Herz sowie die Muskulatur weisen aufgrund ihres hohen Energiebedarfes besonders viele Mitochondrien auf.

Erkrankungen dieser Zellorganelle (Mitochondriopathien) galten bisher als nicht therapierbare Erbkrankheiten (spezifische Enzymdefekte), die bereits im frühen Kindes- bis Jugendalter zum Tragen kommen. Daher ist die herkömmliche Behandlung der Mitochondriopathien bei der Pädiatrie angesiedelt.

Tatsächlich scheint es jedoch andere Formen der Mitochondriopathien zu geben, die im Verlauf des Lebens erworben werden können. Nach den Forschungen der Regenerativen Mitochondrienmedizin kommt es zum Beispiel durch massive und/oder lang anhaltende belastende Umwelteinflüsse (Schwermetallvergiftungen, HWS-Traumata, Lösungsmittelexpositionen u.a.) zu Störungen der Biochemie der Mitochondrien. Diese könne sich bis hin zu deren Zerstörung und Funktionslosigkeit ausweiten – mit selbstverständlich massiven Auswirkungen für die betroffenen Gewebe.

Je nach Zerstörungsgrad der Mitochondrien sind die betroffenen Zellen nicht nur gezwungen, auf die mitochondriale Energielieferung mehr oder weniger zu verzichten. Es kommt außerdem zu veränderten Stoffwechselabläufen, unphysiologischen Metabolitenansammlungen, massivem Radikalenbeschuss innerhalb der Zellen mit hoher Zerstörungskraft, unkontrolliertem Calcium-Ausstrom aus den Mitochondrien in die Zelle und vielen anderen pathologischen Vorgängen, die das eingespielte Stoffwechsel-Netzwerk in der Zelle massiv beeinträchtigen und schließlich sogar den Zellkern betreffen und den Zelltod auslösen können.

Je nach Zustand und Versorgungslage des betroffenen Körpers und seiner Organe weitet sich das Geschehen mehr oder weniger schnell aus und es kommt zu Fehlleistungen des Hormon-, Immun- und Nervensystems, zu Herzproblemen, Muskelschwäche und im weiteren Verlauf unweigerlich zur Entstehung von Allergien, Autoimmunerkrankungen, Krebs, Multipler Sklerose, Diabetes mellitus und vielen anderen Erkrankungen.

Aufgrund dieser Pathogenese lässt sich schon unschwer erkennen, woher die oft beobachteten Komorbiditäten rühren können. Fatalerweise scheint es darüber hinaus möglich zu sein, dass jene erworbenen Mitochondriopathien vererbbar sind, wenn sie sich auch in den Fortpflanzungsorganen von betroffenen werdenden Müttern manifestieren.

Ärztliche Fortbildung und Studienmodul Klinische Mitochondrien-Medizin und Umweltmedizin

Noch ist es eine relativ kleine Gruppe von Therapeuten, die mit der Regenerativen Mitochondrienmedizin arbeitet. Es sollten unbedingt mehr werden, die diese Medizin der Zukunft erlernen und anwenden können, damit sowohl Pateinten als auch Behandler bei den vielen heutzutage scheinbar nicht therapierbaren Erkrankungen wieder positiv in die Zukunft schauen können.

Seit 2012 wird eine ärztliche Fortbildung in Heidelberg angeboten, die von der Internationalen Gesellschaft für Regenerative Mitochondrien-Medizin IGRMM e.V. und dem KWKM-Masterstudiengang der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) betreut wird. Im Rahmen der Fortbildung Klinische Mitochondrien-und Umweltmedizin tragen unter anderen Dr. Bodo Kuklinski, Dr. Joachim Mutter, Prof. Dr. Ingrid Gerhard, Priv. Doz. Dr. Wilfried Bieger u.a. vor (alle Dozenten sind hier aufgelistet).

Mehr Infos:
Fortbildung Mitochondrienmedizin und Umweltmedizin für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Biowissenschaftler


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6 Kommentare

28.10.2014 01:40 Dimitrius Zacharias sagt:
17.03.2013 13:36 Maria Bratengeier sagt:
Hallo Frau Bratengeier,

haben Sie es schon mal mit Chlorella (n. Dr. Klinghardt 40-50 Presslinge tgl.) in Verbindung mit Perenterol versucht?

Gruß
DZ
16.08.2013 09:47 Demuth MJ sagt:
Bio-Medizin
Hallo,

Mich interessierte das Thema nach einer bariatrischen OP der ich leider zugestimmt hatte und fast daran zugrunde ging. Gottseidank fragte ich Transfert von Luxbg an nach DE und bekam Hilfe für schwerste Dysbiose in der UK Essen beim Klinikumdir. der als Einziger verstand von was ich redete. Aber obwohl ich schon entgegen dem "Unsinn" von Schulmedizinern einiges mehr an Supplementierungen nahm, rutschte ich dennoch ab 5 Monate nach 4facher Antibiose. Alle Organe gedätscht.... ich hab wieder alles stabilisiert/kompensiert bekommen ÜBER 2 JAHRE (auch für Darmflora, leaky gut) und konnte so eine erneute schwere OP im Bauchraum sehr gut überstehen. Die Leber wo Leberversagen bestand durch die Dysbiose (kein Arzt sucht oder behandelt das normalerweise) funktionnierte wieder 100%, die Histaminose nur noch latent und ich kann wieder leben. RECHERCHE WELTWEIT ZU DEN BAUCHHIRNFORSCHERN UND ZU KOMPLEMENTÄRER MEDIZIN auch UMWELTMEDIZIN, ging über in med. Schreiben zu nach AC Problematiken was keine Chirurgen und Internisten gerne hören. Warum ??? Weil ich dick war seit Geburt und immer plusterte.... Mutter jahrelang Penicillin vor Schwangerschaft, dann bekam ich als dickes Kind mit Atemproblemen von 0-4 Jahre immer wieder Antibiotikas !!! und leider wie ich erst seit kurzen weiss Cortison dazwischen. EINE KATA VON SCHULMEDIZIN AUSGELÖST !!! Die Darmflora und damit das ganze Leben ist nicht mehr "normal" in den Fällen wie wir jetzt wissen - Adipositas, metabolisches Syndrom sind nur ein Punkt davon, Gottseidank gibt es auch positive Punkte durch bestimmte Darmbakterien wie HB. Nur deswegen hab ich überlebt, die Bakterienflora hänkt ja auch mit IQ und Persönlichkeit und PSyche generell zusammen. DER MENSCH IST EIN GANZES !! Bin auch mit in Studien (ebenfalls 2 genetische) genommen worden, die auf Darmflora über eine deutsche Uniklinik stehen noch aus. WAS ICH MÖCHTE ??? Bin das Bsp. dass allein Adipositas und metabolisches Syndrom NICHT IMMER nur an zu viel essen liegt und wenig Bewegung (war Vegetarierin, meistens unterkalorisch und hochgradige Sportlerin, Muskelmasse mit fast 53 immer noch über Norm ! trotz mehrmals 5 nach 12, schon Neoplasien dazu usw., was eine SELBSTVERGIFTUNG durch Toxine von eigenen Bakterien die sich verschoben haben, so alles auslösen kann...... Momentan bin ich optimistisch, nur etwas müde nach letzter OP in Exzellenzzentrum Frankfurt und bin in Infusionen bei einer meiner HP Referentinnen. Einen Master in Management hab ich, das ANALYTISCHE was in der Schulmedizin "step by step" meist fehlt hat mir geholfen zu überleben und ihc filtriere seitenweise in mehreren Sprachen weltweit. ES IST NICHT GEWOLLT DIE ANALYSEN UND THERAPIEN DER UMWELTMEDIZIN ZU UNTERSTÜTZEN POLITISCH IN EUROPA und sonstwo. Wir wissen alle auch warum, nur wenn das Budget immer weniger wird für die chronischen Krankheiten, sollte man dennoch vielleicht mal aus der Richtung PHARMA-LOBBY in Richtung Supplementierungen und Mitochondrien- und Umweltmedizin gehen .... es geht nicht alles bei jedem, aber so einiges. ICH BIN WIEDER DA
18.03.2013 13:39 Dr.Rainer Mutschler sagt:
Anfrage Frau Bratengeier
Sehr geehrte Frau Bratengeier,

wir können als Mediziner einfach keine Internet-Behandlung machen, das wäre unseriös.
Bitte haben Sie dafür um Ihr Verständnis.
Da Sie einen konkreten Verdacht haben, wäre es sinnvoll, mit diesem in eine Einrichtung zu gehen, welche in Österreich eine Expertise hat.
Freilich ist schulmedizinisch erst mal an eine Universitäts-Klinik zu denken, was Sie ja in Wien vor der Türe haben.
Ganzheitsmedizinisch wäre daran zu denken, eine andere Klinik zu konsultieren,zum Beispiel die Viva-Mayr-Klinik in St Maria Wörth.

Ich kann mir gut denken, dass Sie dort Hilfe finden.
Gute Besserung und alles Gute von unserer Seite,

Dr. Mutschler
leitender Arzt, CFI Speyer
17.03.2013 13:36 Maria Bratengeier sagt:
Leaky Gut Syntrom
Sehr geehrtes Team


Ich heiße Maria Bratengeier bin 63 Jahre alt wohne in Wien. Wegen meiner schmerzen ist mir geraten worden ein mittel das heißt MMS Miracle Mineral Supplement es
handelt sich dabei um Natriumchlorit - welches sehr ätzend ist und normalerweise zum bleichen und desinfizieren benutzt wird. Diese Lauge kann Magen - Darmtrakt schädigen.
Ich habe das nicht gewusst und habe ein ganzes Monat lang in Kombination mit 10% Zitronensäure Aktivator in großen Mengen Eingenommen. Nach einen Monat Therapie habe
ich Durchfall bekommen unglaublich viel Schleim ist weggegangen. Zwei Tage später hat der ganze Körper gejuckt war beim Hautarzt Diagnose Histamin Intoleranz seit dann kann ich
nicht mehr alles essen weil es juckt der ganze Körper. Auch Galle und Leber hat mir stark weh getan und Höllische Kopfschmerzen. Im Junin 2011 war ich mit starken Bauchschmerzen
bei einer Kinesologien in Behandlung ca. 5 Monate Sie festgestellt das der ganze Darm verätzt und entzündet ist durch das Mittel MMS dann hat Sie mir eine Woche Bittersalz gegeben
zur Darmreinigung darauf habe ich großen Durchfall bekommen mit extrem viel Schleimhaut Verlust. Seit damals brennt mir der Darm wie Feuer seit ca. 1 1/2 Jahre habe ich 20 Kg.
an Gewicht verloren weil ich nur Diät esse ohne Erfolg auf verschwinden der Beschwerden. Die Chinosologin hat gesagt es ist ein Leaky Gut Syndrom. Durch das brennen im Bauch kann
ich seit 1 1/2 Jahre nicht mehr schlafen. Ein anderer Arzt hat mir zwei mal eine Darmwäsche gemacht ohne Erfolg auf verschwinden der Beschwerden. Starke Kopfschmerzen und
Gelenksschmerzen sind dazugekommen auch die Knochen tun sehr weh. Kalt ist mir im ganzen Körper die Hände sind kalt wie Eis. Die Körpertemperatur is 34-35 Grad. Seit Ich
Bittersalz eingenommen habe tun mir die Nerven im ganzen Körper schmerzen. Auch eine Bioresonanz Therapie habe ich gemacht aber leider ohne Erfolg. Auch Chinesische Akupunktur
hat nichts gebracht. Ein Arzt hat gesagt ich bin Übersäuert, festgestellt von einen Blutstropfen vom Finger. Die klassische Medizin hat keine Ahnung vom Leaky Gut Syndrom. Kein Arzt weiß
was ich essen darf und soll. Auch Zodiakale kann man nicht feststellen weil ich über ein Jahr Gluten frei esse. Auch Biopsie ist gemacht worden aber wegen den Gluten freien essen ist auch
hier ein Problem. Habe im Internet gelesen das Sie sich mit Leaky Gut Syndrom beschäftigen. Vieleicht finden Sie auch bei mir was ich habe und können mir helfen.
Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Bemühungen.
Maria Bratengeier aus Wien
PS: Wir habenschon sehr viele Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel ohne Erfolg ausprobiert keines hat geholfen vieleicht haben Sie ein gutes Mittel was hilft. Danke Danke.
11.12.2011 08:26 Silvia Hautz sagt:
Erfahrungsbericht meiner Mutter
69 jährige Frau. Seit 5/2001 Diabetes 1, Insulinpumpe seit 2002.Seit 1/2001.

> Diagnose Sklerodermie

> Probleme mit Diabetes: schwere Einstellbarkeit, unkontrollierbare

> Schwankungen( hohe Werte, starke Schwankungen, Entgleisungen teilweise bis

> zu 1 Woche). Verhärtetes Bindegewebe durch Sklerodermie, wodurch das Setzen

> der Kanüle (Insulinpumpe) auf der rechten Bauchseite nicht möglich und

> links erschwert war.

>

> Einnahme von Glyko Protect seit Anfang November 2011.

>

> Veränderungen:

> Diabeteswerte stabil ohne starke Schwankungen.

> Insulin konnte minimal reduziert werden.

> Kanüle kann auf der rechten Bauchseite gesetzt werden.

> Schlaf verbessert durch weicheres Bindegewebe, kein Spannungsgefühl in den

> Beinen. Bindegewebe insgesamt weicher, was die Therapeutin für

> Lymphdrainage bemerkt hat.

> Trockenheit der Augen verringert. Vorher 4-5mal tägl. Augentropfen, jetzt

> nur noch 1mal abends.
09.12.2011 16:40 Dr Mutschler sagt:
Weiterbildung im Universitären Curriculum
Es darf darauf hingewiesen werden dass ein neues universitäres Curriculum
"Klinische MitochondrienMedizin und Umweltmedizin" als Wahlpflichtmodul des Studienganges für Komplementäre Medizin an der Europauniversität Viadrina ab April 2012 in Heidelberg beginnt.
Einzelheiten zur Ausbildungsind auf www.mito-medizin.de/studienmodul/ zu finden

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