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Schlafapnoe: die Atemstörungen im Schlaf können schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben
20.11.2012
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„Apnoe“ ist ein griechisches Wort für schlecht atmen, bzw. nicht atmen. Demnach bedeutet Schlafapnoe die Einschränkung des Atems während des Schlafes. Schlafapnoe ist mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfall, stille Hirninfarkte und Herzinfarkte verbunden. Laut einer Studie leidet die Hälfte aller Frauen im Alter zwischen 20 und 70 Jahren an leichter bis schwerer Schlafapnoe, Unter den Frauen mit Bluthochdruck oder Übergewichtigkeit waren es 80 bis 84 Prozent, die an Schlafapnoe leiden.

Wie viele Frauen sind von Apnoe betroffen?

Eine kürzlich veröffentlichte schwedische Studie zu Apnoe zeigt, wie häufig schwere Schlafstörungen wie z. B. Schlafapnoe, sind.

Die Studie, die an 400 Frauen im Alter zwischen 20 bis 70 Jahren durchgeführt wurde, stellte fest, dass die Hälfte von ihnen unter leichter bis schwerer Schlafapnoe litt.

Unter den Frauen mit Bluthochdruck oder Übergewichtigkeit waren die Zahlen sogar noch höher - 80 bis 84 Prozent von ihnen hatten Schlafapnoe.

Diese Ergebnisse sind bedeutsam, da Schlafapnoe mit einem höheren Risiko für Schlaganfall, stille Hirninfarkte2 und Herzinfarkt verbunden ist.

Wie Reuters berichtet:

"Jedes Apnoe-Ereignis wurde von einer mindestens 10 Sekunden dauernden Atempause, mit einem Rückgang des Sauerstoffgehaltes im Blut begleitet. Frauen, die durchschnittlich fünf oder mehr von diesen Ereignissen während einer Stunde Schlaf haben, leiden an Schlafapnoe.

Die Studie, die von der schwedischen „Herz-Lungen-Gesellschaft“ finanziert wurde, ergab, dass Apnoe häufiger bei den älteren Altersgruppen gefunden wurde.

Bei den Frauen im Alter von 20 bis 44 Jahren hatte ein Viertel davon Schlafapnoe, im Vergleich zu 56 Prozent der Frauen im Alter von 45 bis 54 Jahren und 75 Prozent der Frauen im Alter von 55 bis 70 Jahren.

... Schwere Schlafapnoe, die mehr als 30 Atmungs-Störungen pro Stunde beinhaltet, war weit weniger verbreitet. Nur 4,6 Prozent der Frauen im Alter von 45 bis 54 Jahren und 14 Prozent der Frauen im Alter von 55 bis 70 Jahren zeigten schwere Erkrankungsfälle.

Unter den Frauen aller Altersgruppen mit Bluthochdruck, hatten 14 Prozent eine schwere Schlafapnoe und von den Frauen, die übergewichtig waren, hatten 19 Prozent eine schwere Apnoe“.

 

Was ist Schlafapnoe?

Es gibt drei Typen von Schlafapnoe, so sind sie in der medizinischen Literatur beschrieben:

1. Zentrale Apnoe: diese bezieht sich in der Regel auf die Unfähigkeit Ihres Zwerchfelles und der Brustwand, um richtig atmen zu können.

2. Obstruktive Schlafapnoe: zeigt eine Behinderung Ihrer Atemwege, die in der Nase beginnt und in der Lunge endet.

3. „Mixed Apnoe“ ist eine Kombination aus beidem.

Obstruktive Schlafapnoe besteht aus dem häufigen Zusammenbruch der Atemwege während des Schlafes, dies bedeutet, dass die Atmung immer wieder für 10 Sekunden aussetzt.

Diejenigen Menschen mit einer schweren Form der Erkrankung haben mindestens 30 Atemausetzer pro Stunde.

Nicht nur, dass diese Atmungs-Aussetzer den Schlaf stören, so dass Sie am nächsten Tag ungewöhnlich müde sind, sondern auch die Reduktion der Menge an Sauerstoff im Blut, welche dann die Funktion der inneren Organe beeinträchtigen oder verschlimmern können.

 

Zeichen und Symptome der Schlafapnoe

Erhöhte Kopfhaltung im Schlaf

Ein Zeichen dafür, dass Sie Probleme beim Atmen haben, ist, wenn Sie beim Schlafen eine erhöhte, vornübergebeugte Kopfhaltung beim Schlafen einnehmen.

Je schlimmer Ihre Apnoe wird, desto stärker beugt sich Ihr Körper mitsamt dem Kopf nach vorne, denn wenn Sie Ihren Kopf nach vorne beugen, ist das ein Ausgleich für den Mangel an Raum hinter dem hinteren Teil der Zunge.

 
Drehen und Wenden im Schlaf

Ein weiteres gemeinsames Zeichen, das auf eine Schlafapnoe hinweisen kann, ist häufiges Drehen und Wenden in der Nacht.

Dies liegt daran, dass wenn Sie sich auf den Rücken legen, die Schwerkraft Ihren Kiefer und Ihre Zunge nach hinten zieht, so dass dies die Atmung behindert.

Durch das Drehen und Wenden erhält Ihr Körper die Möglichkeit, Sie atmen zu lassen.


Schnarchen

Schnarchen ist ein weiteres Indiz dafür, dass Sie Schlafapnoe haben.

Ein einfacher Test, den Sie durchführen können, um zu überprüfen, ob Sie richtig atmen können:

  • Stellen Sie sich mit dem Rücken gegen eine Wand, berühren mit den Fersen, Gesäß, Schulterblättern und Kopf die Wand.
  • Sagen Sie "Hallo", schlucken und dann atmen dann weiter.


Wenn Sie in dieser Position schnell und bequem sprechen, schlucken und atmenkönnen, dann ist der Aufbau Ihres Mund- und Rachenraumes in Ordnung.

Wenn Sie diese Übung nicht ausführen können, wird Ihre Atmung wahrscheinlich behindert, was möglicherweise noch verstärkt wird, wenn Sie liegend schlafen möchten.

Natürlich können Sie auch eine professionelle Auswertung in einem Schlaflabor durchführen lassen, um eine genaue Diagnose zu erhalten.

Nach diesen Untersuchungen zeigt sich, wie lange Ihre REM-Phasen sind. Durch eine Zusammenfassung der Ergebnisse können Sie dann erkennen, wie gut oder wie schlecht Sie in dieser Nacht wirklich geschlafen haben.

Diese Informationen helfen Ihnen dabei, die Feinabstimmung Ihres Schlaf-Programmes durchzuführen und wirksame Interventionen durchzuführen.

Quellen:

Sleep apnoea is a common occurrence in females

Half of women may have sleep apnea: study

Could Oral Facial Therapy Be the Answer for Sleep Apnea?

Bildquelle: SeanPrior / Clipdealer

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