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Schutz vor gefälschten Medikamenten
02.05.2010
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Arzneifälschungen kursieren millionenfach in Europa, meist verbreitet über das Internet. Völlig schutzlos ist der Verbraucher dagegen nicht. 34 Millionen Tabletten, Pulver und Tinkturen haben Europas Zollbeamte in nur zwei Monaten aus dem Verkehr gezogen. Die meisten waren auf dem Weg zu Käufern, die glaubten, im Internet ein echtes Schnäppchen gemacht zu haben.

Diese Potenz-, Hormon- oder Herzmedikamente, die im Netz nur einen Bruchteil des Apothekenpreises kosten, bedeuteten jedoch eine Bedrohung für die Gesundheit der Besteller. Denn sie waren allesamt gefälscht.

EU-Kommissar Günter Verheugen sprach in diesem Zusammenhang von „versuchtem Massenmord" und forderte eine harte Bestrafung für ertappte Medikamentenfälscher.

Der Industrie-Kommissar zeigte sich im Interview mit der „Welt" auch überzeugt davon, dass die EU-Staaten sich im Jahr 2010 auf größere Sicherheitsstandards für Medikamente einigen werden, vor allem auf ein einheitliches Sicherheitszeichen auf der Verpackung. So solle der Weg einer Arznei vom Hersteller bis zum Konsumenten verfolgbar sein.

Axel Thiele vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn sieht dieses Vorhaben auf einem guten Weg und rechnet mit der Verabschiedung im kommenden Jahr. Er sagt aber auch: „Bis zur EU-weiten Umsetzung werden aber sicher noch Jahre vergehen." Der Verbraucher hat jedoch heute schon die Möglichkeit, sich vor gefälschten Medikamenten zu schützen - er darf nur nicht blauäugig auf jeden Dumpingpreis für Arzneien hereinfallen.

Apotheke mit „guter" Adresse?

Der Experte für Arzneimittelsicherheit nennt obskure Internetanbieter als wichtigste Quelle für gefälschte Arzneien. Auf den ersten Blick erkenne man das allerdings nur selten. „Der Online-Auftritt vieler unseriöser Anbieter ist inzwischen perfekt. Von der Anmutung ist er nicht von zugelassenen Internet-Apotheken zu unterscheiden."

Dann hilft nach Meinung des Experten oft ein Blick ins Impressum der Seite: Steht da nicht eine Apotheke mit deutscher (oder europäischer) Adresse, sondern eine Anschrift in der Karibik oder im südostasiatischen Raum, ist Vorsicht geboten. „Illegale Anbieter firmieren oft sehr weit weg von Deutschland", sagt er.

Finger weg von verschreibungspflichtigen Angeboten ohne Rezept

Wenn eine „Apotheken"-Seite rezeptpflichtige Arzneien als frei verkäuflich anpreist, solle man die Finger unbedingt davon lassen. „80 Prozent aller Fälschungen betreffen Potenzpillen wie Viagra", sagt Axel Thiele, „und dafür benötigt man eine ärztliche Verordnung. Wenn ein Anbieter bei der Bestellung verschreibungspflichtiger Medikamente kein Rezept sehen will, sondern nur drei Fragen zur Gesundheit stellt, die er einem ‚vertrauenswürdigem Mediziner vorlegen werde', sollten die Alarmglocken schrillen. Das ist absolut illegal."

DIMDI-Siegel gibt Sicherheit  

Eine Garantie für Seriosität bietet seit April 2009 das DMDI-Siegel für Versandapotheken. Das zum Gesundheitsministerium gehörende Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information nimmt in ihr Register Internetapotheken auf, die für den Versandhandel in Deutschland zugelassen sind.

Mit dem entsprechenden Sicherheitslogo dürfen sich die Anbieter dann auf ihrer Homepage schmücken. „Der Abdruck ist zwar für Internetapotheken keine Verpflichtung, aber sie werden sich diesen Qualitätshinweis sicher nicht entgehen lassen", meint Axel Thiele vom BfArM.

Wem diese Möglichkeiten für einen sicheren Einkauf von Originalarzneien im Internet immer noch nicht genügen, muss den klassischen Weg wählen, um an Medikamente zu gelangen - den Weg in die Apotheke. „Dort kommen gefälschte Medikamente so gut wie nie an", weiß der Experte für Arzneimittelsicherheit. Für dieses Höchstmaß an Sicherheit zahlt der Kunde allerdings auch die höchsten Preise.


Quelle: Focus-Online

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1 Kommentare

30.04.2012 20:22 Antolina sagt:
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