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Sind Sie noch immer für eine Mammographie? Sehen Sie sich diese überraschenden neuen Daten an.
27.01.2012
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Es fehlen noch immer wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit der Mammographie als ein sicheres und effektives Brustkrebs-Erkennungsverfahren. In dem heutien Blogbeitrag können Sie interessante Studienergebnisse nachlesen, welche die Bedenklichheit der Mammografie als ein sicheres Früherkennungsverfahren für den Brustkrebs belegen.




Einsatz vom CAD-Software bei Mammographie

Amerikanische Radiologen verlassen sich oft auf spezielle "CAD"-Computer-Software (CAD = Computer Aided Diagnostic Systems), um verdächtige Bereiche in Mammographien zu finden. Eine neue, groß angelegte Studie zeigte, dass diese Technik versagt hat, wenn es darum ging, einen Brustkrebs früher zu erkennen.

In der Tat, erhöht es das Risiko eines „falsch-positiven“ Ergebnisses bei Frauen, indem das Ergebnis einer „abnormen“ Mammographie zu finden ist, tatsächlich aber diese Frauen gar keinen Krebs haben.

Eine einschlägige Studie analysierte 1,6 Millionen Mammographien zwischen 1998 und 2006. Einige Experten sagen, dass in Anbetracht der neuen Beweise die Radiologen einen größeren Ermessensspielraum bei der Interpretation von CAD-Ergebnissen nutzen sollten.

Laut CNN: "CAD wird jetzt bei etwa drei von vier Screening-Mammographien genutzt. Die Erkennungsrate für nicht-invasive Brust Missbildungen bei radiologischen Einrichtungen, welche die CAD-Technologie nutzen, hat sich verbessert. Doch, ganz entscheidend ist, dass es sich trotz CAD nicht gebessert hat, den gefährlichen Typ des Brustkrebses früher und sicherer zu erkennen".

Ab November 2009 werden in den USA routinemäßige Mammographien nicht mehr generell für alle Frauen ab dem Alter von 40 Jahren empfohlen

Unter Berufung auf die Unwirksamkeit und einem erhöhten Risiko von Schäden bei prämenstruellen Frauen änderte die „US Preventive Services Task Force“ (ein föderaler Beirat) seine Empfehlung von jährlich bis halbjährlich durchzuführenden Mammographie-Screenings und hob das empfohlene Alter der Frauen für eine Mammographie auf 50 Jahre an.

Seitdem ist die Häufigkeit des Einsatzes der Mammographien gesunken. Allerdings stimmt nicht jeder mit den Empfehlungen der „Preventive Services Task Force“ überein und ein paar andere Organisationen setzten sich zusammen, um die überarbeiteten Leitlinien zu ändern.

Letzten Monat veröffentlichte z.B. das „American College der Geburtshelfer und Gynäkologen“ (ACOG) seine Brustkrebs-Screening-Richtlinien:

  • Mammographie alle 1-2 Jahre für Frauen im Alter von 40-49 Jahren
  • jährliche Mammographie für Frauen im Alter von 50 Jahren oder älter

Doch diese Streitereien sollten beiseite gelegt werden, denn es stellt sich die ernsthafte Frage darüber, ob ein Mammographie-Screening die bevorzugte Methode überhaupt bleiben sollte.

Dr. Virginia A. Moyer, der Vorsitzenden der „Preventive Services Task Force“, reagierte laut CNN, mit den Worten: "Die Empfehlung wurde gegeben nach dem Untersuchungs-Ergebnis des bescheidenen Nutzens. Empfehlungen von anderen Organisationen werden trotz eines Nachweises der niedrigen Qualität gegeben und können nicht akzeptiert werden....“.

Es wächst die Besorgnis über die mangelnde Sicherheit und Wirksamkeit der Mammographie

Immer wieder haben Studien, welche in renommierten medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden, gezeigt, dass die Mammographie nicht alles zeigen kann. Die „Task Force“ hat entsprechend reagiert und ihre Empfehlungen im Jahr 2009 geändert, wie folgt:

  • Bei einer Mammographie entgehen bis zu einem Drittel oder mehr aller Brustkrebserkrankungen der Diagnosestellung, wie „Medscape“ berichtet; die Ergebnisse sind abhängig von der Zusammensetzung des Brustgewebes und der Art der Krebserkrankung.

  • Eine Mammographie und anschließende Tests, wie z. B MRT und stereotaktische Biopsien, können tatsächlich Krebs verursachen.

  • Falsch positive Diagnosen (eine Diagnose von Krebs, der sich im Nachhinein als nicht krebsartig herausstellt) sind berühmt-berüchtigt in der Branche, und machen den Frauen unnötige Angst, verursachen Schmerzen und ziehen oft invasive und entstellende Eingriffe nach sich.

Dies ist die große Gefahr der Mammographie. Die große Anzahl der Frauen, bei denen eine solche Diagnose gestellt wurde, und die nun die oben genannten Behandlungen erfahren, sind unnötig.

Bei der CAD Software, als Hilfsmittel verwendet, um verdächtige Bereiche in Mammographien zu zeigen, hat sich erwiesen, dass diese unwirksam ist.

Mammographie ist eine Quelle für strahleninduzierte Schäden

Eine weitere Studie zeigt Bedenken über den Einsatz von Mammographien auf, insbesondere bei Frauen, die anfällig für Brustkrebs sind, und stärkt die Empfehlung eine Mammographie zu vermeiden, wenn Sie unter 50 Jahre alt sind.

Die Studie untersuchte die durch Strahlung entstandenen induzierten DNA-Schäden in epithelialen Zellen der Brust bei Frauen mit hohem und niedrigem Risiko für Brustkrebs. Die Ergebnisse zeigten, dass Frauen mit Krebserkrankungen in ihrer Familiengeschichte ein deutlich höheres Risiko für irreparable Doppelstrang-DNA-Brüche durch Mammographie aufwiesen, und diese Wirkung wurde mit jeder Wiederholung verstärkt.

Die Autoren schlossen daraus wie folgt: "Diese Studie unterstreicht die Existenz der Doppelstrang-Brüche, die durch Mammographie induziert sind, und zeigt durch ein γH2AX Assay auf, dass zwei große strahlenbiologische Effekte auftreten: Eine Low-Dosis-Wirkung und eine Low-Wirkung bei wiederholter Gabe. All diese Effekte verstärkten sich bei Risiko-Patienten.

Diese Erkenntnisse führen uns zu einer Neubewertung der Anzahl der Aufrufe in Screenings mittels einer einzigen Ansicht (schräg) bei Frauen, deren gesundheitlicher Aspekt durch eine Mammographie nicht ordnungsgemäß nachgewiesen worden war, wie bei den 40 bis 49-jährigen Frauen und Hochrisiko-Patienten.

" Dies ist nicht das erste Mal, dass Wissenschaftler zu dem Schluss kamen, dass die Verwendung der Mammographie als ein Instrument zur Früherkennung und "Prävention" von tödlichen Krebserkrankungen in der Tat in vielen Fällen weit mehr schaden als nützen kann. Doch noch immer sieht man keine großen Warnungen über die Risiken in den Medien. Noch immer bieten die Mammographie-Zentren keine Informationen zu diesen Risiken an, so dass die Frauen keine vollständige Aufklärung erhalten. Somit ist es diesen Frauen eigentlich unmöglich, eine gültige Einwilligung für dieses Verfahren abzugeben.

Nach Angaben der „Cancer Präventions-Koalition“ stellt die Strahlung von Routine-Mammographien ein signifikant kumulatives Risiko (im Laufe der Zeit) dar, einen Brustkrebs hervorzurufen. Und nach der „Breast Cancer Fund.Organisation“, führen niedrigere Energie-X-Strahlen durch die Mammographie zu wesentlich größeren Schäden an der DNA, als bisher vorhergesagt.

Es werden weitere Untersuchungen vorgeschlagen, die bisher unterschätzten Risiken der Mammographie weiter untersuchen zu lassen.

Dr. Samuel Epstein, einer der führende Krebs-Wissenschaftler erklärt seit Jahren in seinen Warnungen über den Einsatz der Mammographien:

  • Die prämenopausale Brust reagiert sehr empfindlich auf Strahlung, jeweils 1 rad der Exposition erhöht das Brustkrebsrisiko um etwa 1 %, somit entsteht insgesamt ein um 10 % erhöhtes Risiko für jede Brust in einem Jahrzehnt durch das Screening ...

  • Die hohe Empfindlichkeit der Brust, vor allem bei jungen Frauen, einen strahleninduzierten Krebs zu bekommen, war seit 1970 bekannt.
  • Dennoch führten die Einrichtungen dann Untersuchungen an rund 300.000 Frauen mit Hilfe von hohen Strahlungsdosierungen durch, so dass das Brustkrebsrisiko um bis zu 20 % bei Frauen im Alter von 40 bis 50 Jahren die jährlich mammographiert wurden, anstieg, "

Kann die Mammographie Leben retten?

Der Grund, warum Frauen aufgefordert sind, regelmäßig Mammographien durchführen zu lassen, ist eine frühzeitige Krebserkennung, um dann eine lebensrettende Behandlung durchführen zu können. Doch die Forschung zeigt, dass die Mammographie bei dieser Mission gescheitert ist.

Ein Artikel im angesehenen „British Medical Journal“ zeigte einen Vergleich der Sterblichkeitsraten von Brustkrebs in einer Vielzahl von verschiedenen Ländern, vor und nach der Einführung von routinemäßigen Mammographie-Screenings, die belegen, dass das Screening praktisch nichts mit der Senkung der Brustkrebsmortalität zu tun hatte.

Die Autoren schrieben: "Von 1989 bis 2006 verringerten sich die Todesfälle durch Brustkrebs um 29 % in Nordirland und 26 % in der Republik Irland, um 25 % in den Niederlanden und 20 % in Belgien und 25 % in Flandern, und um 16 % in Schweden und 24 % in Norwegen. Es gibt einen Trend von Jahr zu Jahr nach unten, die Senkungsraten waren ähnlich zwischen Nordirland und der Republik Irland und zwischen den Niederlanden und Flandern. In Schweden ist die Sterblichkeitsrate kontinuierlich seit 1972 gesunken, ohne einen Rückgang bis 2006 .

Die jeweiligen Länder hatten ähnliche Gesundheitsdienstleistungen und ähnliche Prävalenz von Risikofaktoren für die Brustkrebs-Sterblichkeit, aber eine unterschiedliche Umsetzung des Mammographie-Screenings, in einem Abstand von ca. 10-15 Jahren.

Der große Unterschied zwischen der Zeit, Unterschiede bei der Umsetzung des Mammographie-Screenings und die Ähnlichkeit einer Reduktion der Mortalität bei den entsprechenden Ländern zeigen, dass das Screening keine unmittelbare Rolle bei der Senkung der Brustkrebs-Mortalität spielt. " Das ist ziemlich bemerkenswert!

Wir sollten nicht nur die Ansprüche überdenken, dass die Mammographie Grund für die reduzierte Brustkrebsmortalität ist, sondern auch damit beginnen, uns auf die Suche nach den wahren Ursachen zu begeben, weil mit Hilfe des Auffindens dieser Ursachen gezeigt werden kann, dass der Einsatz der Mammographie keine oder nur geringe Auswirkungen auf die Sterblichkeitsrate hat.

 

Bildquelle: Rike / pixelio.de

 

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1 Kommentare

04.01.2013 17:29 Hermann sagt:
Strahlenschäden duch Mammographie
Es ist ja nicht so, dass nur das Brustgewe-be geschädigt wird. Wenn die Abdeckung der übrigen Körperteile nicht fachgerecht er-folgt, kann auch der Leberbereich geschä-digt werden. Es kann ein Gallenwegstumor entstehen, Typ "Klatskin". So wie es bei meiner Frau wahrscheinlich der Fall war. Die nachträgliche Bewertung der Warnzei-chen lassen dies stark vermuten.

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