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Stevia- der gesunde Zuckerersatz bringt neue Hoffnung für Diabetiker und Übergewichtige
16.11.2011
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Während Stevia (Stevia rebaudiana), auch Zuckerhut, Süßkraut, Honigkraut, Süßblatt genannt in anderen Ländern wie den USA, Australien, Japan und der Schweiz als bewährtes Nahrungsergänzungsmittel gilt, mussten wir in der EU über 10 Jahren auf seine Legalisierung warten. Jetzt ist es so weit: ab Dezember 2011 soll Stevia auf dem Markt legal erhältlich sein und zwar nicht mehr als kosmetisches Produkt, sondern als Nahrungsergänzungsmittel! Die EU-Kommission hat Stevia in 31 Lebensmittelkategorien genehmigt, u.a. in Schokolade, Softdrinks und Müsli.

Warum ist Stevia so süß?

Stevia wurde vor vielen Jahrhunderten im Urwald zwischen Brasilien und Paraguay entdeckt und wird seitdem als eine süße Nahrungsergänzung, als Medizin und als Pflegemittel von den Ureinwohnern verwendet.

Der wichtigste Teil an Stevia sind seine Blätter, die eine 300 mal höhere Süßkraft als Haushaltszucker besitzen. Diese ungeheure Süße ist auf das Steviosid zurückzuführen, den Hauptinhaltsstoff der Blätter. Außer dem Steviosid wurden in den Blättern acht Glycoside fetsgestellt, die die Süßkraft der Pflanze zusätzlich verstärken.

Darunter sind die vier wichtigsten Steviolglycoside auszumachen, die für die Süßwirkung verantwortlich sind: Steviosid, Rebaudiosid A, Rebaudiosid C und Dulcosid A.

Rebaudiosid A gilt als Inhaltsstoff mit besten Geschmackseigenschaften. Die aus ihm gewonnenen Steviaprodukte weisen keinen bitteren Bei- oder Nachgeschmack auf.

Die Inhaltsstoffe, die aus Stevia dieses potente und gesunde Süßmittel machen, wurden bereits im Jahr 1931 wissenschaftlich nachgewiesen. Trotzdem galt die Wunderpflanze über Jahrzehnte als kontrovers und gesundheitlich bedenklich.

Stevia stellt keine Bedrohung für unsere Gesundheit dar

Die Behörden auf der europäischen sowie auf der Bundesebene haben lange Zeit die Wirkung von Stevia auf die menschliche Gesundheit untersucht. Nach den ersten Zulassungsanträgen wurden gegen Stevia Argumente erhoben, die Pflanze solle die Fruchtbarkeit gefährden.

Quelle der Behauptungen waren Versuche an Ratten, während derer es zu Fortpflanzungsstörungen bei den männlichen Tieren kam. Allerdings wurde auf die Tiere mit sehr großer Dosis eingewirkt. Auf den Menschen übertragen, müsste man jedoch die Hälfte des eigenen Körpergewichts an Steviablättern essen, um die unerwünschten Wirkungen auszulösen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat auf Basis von Studienergebnissen auch andere Bedenklichheitsgründe als ungültig erklärt. Demnach ist der Süßstoff aus Stevia weder krebserregend noch genotoxisch und kann ohne Bedenken als Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden.

 

Stevia als gesunder Zuckerersatz

Der gesundheitliche Mehrwert von Steviosid, dem Hauptinhaltsstoff in Stevia, besteht darin, dass es im Vergleich zum herkömlichen Zucker kalorienarm und zahnfreundlich (Karies-und Zahnbelaghemmend) ist.

Der Einsatz von Stevia eröffnet darüber hinaus Diabetikern ganz neue Umgangsschancen mit der Erkrankung. Die Studienergebnisse haben ergeben, dass der Süßstoff aus Stevia Blutzuckerwerte nicht erhöht, sondern zusätzlich senkt. Außerdem wurden in Studien blutdrucksenkende, antimikrobielle und gefäßerweiternde Eigenschaften nachgewiesen.

Manche Steviaprodukte können Laktose beinhalten. Auch hier gilt für Menschen, die keine Laktose tolerieren der Grundsatz eines sorgfältigen Etikettlesens.

Bildquelle: HeikeRau / Clipdealer

Quellen:

http://www.agrarheute.com/stevia-zulassung

Mehr Informationen über Stevia finden Sie auch auf der Seite, die der Pflanze ganz gewidmet ist unter http://www.freestevia.de sowie auf Wikipedia.

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1 Kommentare

21.12.2011 14:35 Sabrina sagt:
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Was eine doch so unscheinbare Pflanze für eine Wirkung hat. Bin jetzt mal gespannt wie sich das entwickelt. Und ob man beim essen Unterschiede schmeckt. Toll wäre es schon, wenn man so nicht mehr auf Schokolade und Co verzichten müsste.

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