Tags:

Stillen: sieben Gründe, warum Stillen für das Baby so wichtig ist
28.04.2010
baby_by_christian-vr_pixeliode
Stillen wurde in den letzten Jahren immer mehr akzeptiert, aber es ist immer noch ein polarisierendes, auch provokatives Thema. Das soziale Stigma des Stillens in der Öffentlichkeit wie auch die Uneinigkeit von Experten, wie lange Stillen notwendig sei, wird immer noch diskutiert. Was aber nicht mehr länger zu debattieren ist, ist die Tatsache, dass Muttermilch weit gesünder ist als jede Kunstmilch. Muttermilch enthält mindestens 400 Nährstoffe, die nicht in Milchersatz vorzufinden sind.

Hier finden sich sieben Gründe, warum Stillen das Beste für Ihr Baby und auch für Sie ist:

1. Stillen boostert das Immunsystem Ihres Babys

Studien haben gezeigt, dass Babys, die ausschließlich gestillt wurden, mit einem deutlich besseren Immunsystem ausgestattet sind und zusätzlichen Schutz gegen Allergien, Asthma, Morbus Crohn, Ekzeme, Herzerkrankungen und juvenile rheumatoide Arthritis, Lymphom-Erkrankungen, Infektionen des Respirationstraktes, wie auch Typ I und Typ II-Diabetes aufzeigen.

Muttermilch enthält Antikörper und gibt ihrem Kind dadurch Immunität gegen Erkrankungen wieder, gegen die auch die Mutter selbst immun ist.

Ebenso wird aber auch das Kind, welches einem Keim ausgesetzt ist, diesen auch der Mutter während dem Stillen weitergeben.

Der mütterliche Organismus wird dann Antikörper gegen diese speziellen Keime produzieren, und diese wieder dem Kind beim nächsten Stillen zurückgeben.

 

2. Stillen ist wichtig für die richtige Gehirnentwicklung des Kindes

Gestillte Kinder tendieren dazu, höhere IQ's zu haben als Kinder, die mit Kunstmilch gefüttert wurden. Eine über 18 Jahre dauernde Studie mit über 1.000 Kindern zeigte, dass Kinder, die gestillt wurden, deutlich mehr akademische Grade erreichten als Kinder, die mit Ersatzmilch gefüttert wurden.

 

3. Gestillte Kinder werden seltener übergewichtig

Muttermilch enthält hohe Mengen an Adinopektin, einem Protein, welches den Körper anregt, Fette abzubauen.

Denn niedrige Mengen von Adinopektin sind verbunden mit coronarer Herzerkrankung, Insulinresistenz, Fettleibigkeit und Typ II-Diabetes. Das Risiko der Fettleibigkeit scheint bei gestillten Kindern deutlich geringer zu sein.

 

4. Gestillte Kinder entwickeln sich emotional besser

Babys müssen gehalten sein. Der physische Akt des Stillens ist eines der angenehmsten Dinge für ein Neugeborenes. Ein Kind mit einer Flasche allein zu lasen, gibt ihm weniger Gefühl von Sicherheit oder Schutz.

Stillen stimuliert ebenso das Hormon Oxytoxin, welches mütterliches Verhalten und auch die Bindung zwischen ihr und dem Neugeborenen unterstützt.

 

5. Stillen reduziert auch das Risiko der Mütter, an Krebs zu erkranken

Stillende Mütter zeigten bisher ein geringeres Risiko, an Brust- oder Ovar-Karzinomen zu erkranken und auch Osteoporose im späteren Leben zu bekommen.

 

6. Stillen hilft auch den Müttern, leichter zu dem Gewicht von vor der Schwangerschaft zurück zu kommen

Mütter, die gestillt haben, kommen leichter zu dem Gewicht vor der Geburt zurück. Eine Frau braucht etwa 500 kcal täglich, um Muttermilch zu produzieren, das Äquivalent eines 5-km-Laufes. Stillen stimuliert auch Kontraktionen im Uterus und hilft, diesen zurück zur normalen Größe vor der Geburt zu bringen und ebenso auch Körperfett zu reduzieren.

 

7. Stillen hilft auch Zeit und Geld sparen

Mütter müssen keine Fläschchen vorbereiten und auch keine Ersatzmilch zubereiten, weil Muttermilch ständig frisch ist und zur Verfügung steht.

So können Mütter deutlich Geld sparen, in dem sie keine Ersatzmilch kaufen müssen. Gestillte Kinder tendieren ebenso dazu, weniger Arztbesuche und weniger Gesundheitsausgaben zu haben.


Quelle:

Natural Health Articles Dr. Mercola.

Bild by: Christian Vr. / pixelio.de

 

Verwandte Artikel:

1. Folsäure ein lebenswichtiges Vitamin in der Schwangerschaft

2. Restless-Legs-Syndrom in der Schwangerschaft

3. Qi Gong in der Schwangerschaft

4. Aromatherapie in der Schwangerschaft

5. Geburtsvorbereitung- Kleine Nadeln für das große Ereignis

6. Zusammenhang zwischen einer gestörten Darmflora und psychischen Störungen bei Kindern

 

zurück

3 Kommentare

14.05.2012 09:35 Dr Mutschler sagt:
Stillen
Sehr selten stillen Mütter länger als 2 Jahre,- jede Mutter wird dies am besten in Absprache mit dem Frauenarzt, der Hebamme und unter Berücksichtigung der besonderen, persönlichen Gegebenheiten entscheiden.
Kinder bis ins Kindergartenalter zu stillen möchte ich nicht empfehlen, technisch kaum machbar und weiterhin stellen sich entscheidende psychosoziale und psychodynamische Fragen!
Manchmal reguliert sich die Fragestellung ganz von selbst: die Milch reicht vielleicht gar nicht!
13.05.2012 08:15 Malin sagt:
wie lange stillen ?
wie lange kann ich maximal stillen?
ich habe schon gehört , daß früher einige frauen bis zur 4 jahren ihre babies gestillt haben . möglich ? sinnvoll ?
30.04.2010 11:11 Dr. Andrea Karhof sagt:
Stillen
Neben den o.g. Gründen, die für das Stillen sprechen, gibt es eine häufig gestellte Frage der Frauen:´Woher weiß ich, ob ich genügend Milch habe?´
Wenn mein Kind zufrieden ist und zudem wächst und gedeiht, gibt es keinen Grund an der Fähigkeit meines Körpers zu zweifeln, mein Kind ausreichen zu ernähren. Außerdem gibt es genügend naturheilkundliche Möglichkeiten die Milchproduktion weiter anzuregen.
Sicherlich kann nicht jede Frau stillen - aus den verschiedensten Gründen. Aber die Entscheidung gegen das Stillen sollte aufgeklärt mit Sachverstand getroffen werden (dann ist sie auch richtig!), denn keine andere Ernährung kann dem Säugling und der Mutter so viele Vorteile bieten wie die Muttermilch.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Name:
E-Mail:
Betreff:

captcha

vioma GmbH