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Supplemente, Analysen des Sonnenschein-Vitamins D
25.03.2010
sonne
Zwei amerikanische Studien geben abschließend hoffentlich Licht in das Dunkel über Vitamin D. Diese Studien werden vermutlich ein für allemal belegen, dass Jedermann, der in der nördlichen Hemisphäre lebt, täglich Vitamin D zu sich nehmen sollte, um vor Krebs- und Herzerkrankungen, sowie weiteren schweren Erkrankungen wirksamen Schutz aufzubauen.

Die Versuche werden ebenso die Vorteile oder den Benefit von Kalzium-Supplementierung und Omega-3-Fettsäuren aufzeigen. Dies sind  zwei weitere, sehr verbreitete Nahrungsergänzungen, die hohe gesundheitliche Vorteile versprechen.

Die Hoffnungen sind hoch gelagert, dass die Untersuchungen die ständige Debatte über das Sonnenschein-Vitaminbeenden werden, denn es wird lt. Studienprotokoll eine relativ hohe Dosierung angewandt:

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2.000 internationale Einheiten werden täglich einer Gruppe von 22.000 Menschen zugeführt. Infolgedessen ist die Gruppe groß genug um alle Vorteile oder Risiken aufdecken zu können.

Beide Studien wurden eigens dafür designt, um im Speziellen die mögliche Rolle der Nahrungsergänzungen zu belegen. Es soll aufgezeigt werden, ob Vitamin D möglicherweise eine Vorsorge gegen Krebs ist, vielleicht sogar der aufregendste medizinische Anspruch, der überhaupt jeweils an ein Vitamin gestellt wurde.

„Wir werden die formelle allgemeine Maßgabe über die Einnahme von Vitamin D nicht verändern, bis wir nicht mindestens eine randomisierte Studie mit einem primären Ergebnis bezüglich Krebs abgeschlossen haben", erwähnt Joan LAPP, eine Professorin an der Crighton-University in Nebraska und zugleich führende Forscherin in einer der Studien.

Dr. LAPP's Übersichtsarbeit wird 2.300 postmenopausale Frauen einschließen, die für vier Jahre begleitet werden, um zu überprüfen, ob das Vitamin ihre Krebsrate zu reduzieren vermag, ebenso verglichen mit der Inzidenz an kardiovaskulären Erkrankungen und Diabetes zu erkranken. Einige der Frauen werden ebenso Kalzium bekommen.

Mit der anderen Studie, die 22.000 Menschen einschließen wird, ist eben in der Harvard Medical School und in Brigham und dem Women's Hospital in Boston begonnen worden. Sie wird die Theorie überprüfen, ob Fischöle gut für die Herzgesundheit oder die Schlaganfallprävention sind. Die Dauer dieser Studie ist über sieben Jahre angelegt.

Beide Studien bekommen Unterstützung aus dem National Institute of Health in USA.

Vitamin D hat seinen „Gesundheits-Kult-Status" erworben durch viele Studien, die herausfanden, dass Menschen mit höheren Blutkonzentrationen an diesem Vitamin D geringere Inzidenzraten für Krebserkrankungen zeigen.

Ebenso ist in anderen Studien gezeigt worden, sowohl epidemiologisch als auch über die Krankheitsverteilungen in großen Populationen, dass sich deutlich höhere Krebs-, Diabetes- und chronische Erkrankungen finden bezüglich Populationen, die in der nördlichen Halbkugel leben gegenüber weniger betroffenen Menschen, die auf der südlichen Halbkugel leben.

Dieser Nord-Süd-Unterschied von zunehmender Inzidenz vieler Erkrankungen lässt eine positive Rolle des Vitamin D unterstellen, weil das Meiste dieses Vitamins in der Haut gebildet wird, wenn Cholesterol in der Haut starker ultravioletter Lichtbestrahlung unterworfen ist, also ein „Sunshine"-Vitamin ist.

Das Licht ist in den nördlichen Ländern nicht stark genug, um das Vitamin zu bilden. Sechs Monate lang Herbst und Winter bedingt, dass Menschen, die nicht genügend supplementieren, tatsächlich saisonale Defizite erleiden und sich deswegen dem Risiko einer Erkrankung aussetzen.

Während die Epidemiologie eben diese Vorteile der Vitamin-D-Supplementierung unterstellen lässt, ist doch der Goldstandard der Beweis der Effizienz einer jeden Behandlung.

Die Idee, dass ein Vitamin-D-Mangel Krebs und weitere Erkrankungen auslösen könnte, ist eine ebenso unkonventionelle Idee, so dass viele Diskussionen ausgelöst wurden in der Gruppe der medizinischen Forschergemeinschaft.

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Die Studienleiter verlangen während der Untersuchungen auch große Vorsichtsmaßnahmen:

„Wir müssen uns in acht nehmen, bevor wir auf den allgemeinen Zug aufspringen und zu große Megadosen der Ergänzungsmittel nehmen, bevor wir tatsächliche Belege aus randomisierten Studien bekommen haben", sagte Joan MANSON, Mitstudienleiterin in der Harvard-Brigham-Studie und Professorin für Medizin an der Harvard-Medical School.

„Die Menschen sollten einfach nicht in der Vitamin-D-Defizienz verbleiben", sagt John CANNEL, Leiter des Vitamin-D-Concil einer Non-Profit-Vereinigung aus Kalifornien, die stark für die Verbreitung des Vitamin D als allgemeine Gesundheitsmaßnahme eintritt.

Dr. CANNEL sagte, dass bezüglich Vitamin D die Ärzte aufgrund des bisherigen Wissens handeln sollten und nicht darauf warten, was in der Zukunft darüber zu erfahren sein werde.

Jedoch entgegnet Dr. Manson, dass möglicherweise sich schon früher Ergebnisse abzeichnen werden. Aus ethischen Gründen werden die Studienteilnehmer sowohl für schädliche Effekte und auf Vorteile untersucht, die, sofern vorgefunden, dazu führen werden, dass die Studie verändert wird.



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2 Kommentare

07.02.2012 12:03 Dr Mutschler sagt:
Das ist sehr selten so, wie Sie das beschreiben.Es gibt orale Zubereitungen, die evtl vertragen werden. Dabei kommt es auch immer auf die Stoffwechsel-Situation an. Das sollte eine Praxis für ganzheitliche Medizin mit Ihnen ausarbeiten.
06.02.2012 23:31 Christoph sagt:
Vitamin D - Mangel
habe alle bisher erhältlichen Präparate - inklusive Injektionslösung D3-Vicotrat* - probiert und nicht vertragen,
da sich dadurch leider Verschlimmerung der tendino- u. neuropathischen Beschwerden an meinen fluorchinolon-geschädigten Füßen einstellte.
Verzehre ständig Spinat und Avocados (schwierig, da sehr
schnell faulend) und muss aus obigem Grund auch auf Fisch verzichten.
Wie bekomme ich meinen Vitamin D-Mangel behoben?

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