Tags:

Vitamin D – Hormon oder Vitamin? Teil 2
22.04.2010
Zusätzliche Bedeutung erhält die tumorhemmende Eigenschaft des Vitamin D durch das Phänomen der zunehmenden Fettsucht im Kindesalter. Die fehlende körperliche Aktivität dieser Kinder führt nicht nur zu Übergewicht sondern durch das "Stubenhocken" auch zu einem Vitamin D Mangel  (Zitat 3).

Erschwerend kommt hinzu, dass die ohnehin geringe Vitamin D Menge dieser Kinder in dem erheblich vermehrten Fettgewebe gespeichert wird und damit in ihrer Verfügbarkeit eingeschränkt ist.

Prof. Holick, der Entdecker der aktiven Form des Vitamin D weist u.a. darauf hin, dass bei Vitamin D-Mangel offensichtlich die Ausschüttung des Hormons Leptin gestört ist. Dieses Hormon signalisiert dem Körper, dass er genügend Fett aufgenommen hat. Wird der Spiegel für Vitamin D im Blut normalisiert, kommt dieser Mechanismus erneut in Gang.

Es steht somit zu befürchten, dass die übergewichtigen Kinder nicht nur vermehrt ein metabolisches Syndrom, Diabetes und eine Herzerkrankung, sondern auch vermehrt Karzinome in ihrem Leben entwickeln und immer fetter werden, falls nicht nachhaltig der Lebensstil geändert oder Vitamin D substituiert wird. Hierzu gibt es zwar noch keine konkrete Hochrechnung, die aktuellen Zahlen für die Erwachsenen bezüglich der vermehrten Karzinomentstehung sind jedoch eindrucksvoll genug(Zitat 4).

Weitere aktuelle Publikationen weisen darauf hin, dass ein Vitamin D-Mangel bei Schwangeren nicht nur negative Einwirkungen auf den späteren Knochenstoffwechsel sondern auch auf die Entwicklung des Immunsystems der Kinder hat. Damit käme einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin D in der Schwangerschaft eine noch größere Bedeutung als der Versorgung mit Folsäure zu.


Ausgewählte Zitate aus der Literatur:
Zitat 3: Hintzpeter, B et al: Proc. Germ. Nutr. Soc. 10 (2007) S 47
Zitat 4: Grant WB et al: Recent Results Cancer Research: 174 (2007) S 225

 

Verwandte Artikel:

1. Wieviel Vitamin D sollte man nun tatsächlich nehmen?

2. Supplemente, Analysen des Sonnenschein-Vitamins D

3. Vitamin D – Hormon oder Vitamin? Teil 1

4. Was haben Fettleibigkeit, Herzerkrankungen, Depression, Diabetes und Fibromyalgie gemeinsam? - Die Antwort ist: Vitamin D Mangel

5. Kostensenkung im Gesundheitswesen durch ausreichende Vitamin D-Zufuhr

6. MRSA-Infektion vermeiden durch ausreichend Vitamin D

7. Sonnenlicht optimiert Ihren Vitamin D-Spiegel (Tipps gegen Bluthochdruck: Teil 4)

8. Fettleibigkeit: drei Variablen welche die Fettleibigkeit bei Kindern beeinflussen

9. Vitamin D-Mangel vergrößert das Schlaganfall-Risiko 

10. Vitamin D: seine Bedeutung für Nerven und Gehirn

11. Multiple Sklerose: Vitamin D erhöht die Wirksamkeit der konventionellen Therapie

 

zurück

0 Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Name:
E-Mail:
Betreff:

captcha

vioma GmbH