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Was verursacht die Zöliakie Krankheit?
12.05.2010
Warum gibt es vermehrt  Gluten Intoleranzen? (Teil 2)

Die Zöliakie Krankheit, auch bekannt als Weizen- oder Glutenintoleranz, tritt auf, wenn der Körper nicht fähig ist, Gluten zu verdauen. Bei Gluten handelt es sich um ein Protein, was meistens in Weizen, Roggen und Gerste zu finden ist.

Trotzdem ist es wichtig zu erkennen, dass diese nicht die einzigen Verursacher dieser ernsten Probleme sind. Auch andere Getreidearten können als Verursacher wirken, beispielsweise Hafer, ebenso andere Nahrungsmittel, die nicht als solche abgestempelt sind.

Das Wort „Gluten" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Kleber". Der Name rührt von seiner adhäsiven Fähigkeit Brot und Kuchen zusammenhalten zu können. Doch diese Eigenschaften wirken nur dann störend, wenn eine Störung bei einem Patienten vorliegt, in dem dieser solche Nahrungsmittel aufnimmt, aber nicht absorbieren kann.

Diese Ernährungs-Produkte ähneln dann letzten Endes eher einem zusammengeklebtem, verstopftem Geschwulst im Darm als einem leicht zu verdauendem, nahrhaften Essen.

Das unverdaute Gluten veranlasst dann das Immunsystem die schmale Darmwand anzugreifen, was Symptome wie Diarrhoe, Übelkeit und Magenschmerzen verursachen kann.

In letzteren Fällen zeigte sich auch, dass diese Bedingungen ein breiteres Feld an Symptomen zeigen können, welche nicht den Magen-Darm-Trakt betreffen und viel weiter von der eigentlichen Diagnose entfernt sind.

Mit der Zeit werden die Schäden der Magen-Darmwand immer größer. Dadurch wird die Fähigkeit, andere Stoffe wie Calcium oder Eisen aufzunehmen, vermindert. Das wiederum führt zu Anämie, Osteoporose und anderen gesundheitlichen Problemen.

Der rasche Anstieg der Verbreitung der Zöliakie Krankheit und der milderen Form, der Gluten Intoleranz sind nicht wirklich überraschend, wenn man die westliche Ernährungsweise betrachtet, welche zu großen Teilen aus Getreide-Carbohydraten besteht.

Ferner ist der moderne Weizen anders als der, den unsere Vorfahren zu sich genommen haben. Der Anteil von Gluten im Weizen ist aufgrund der Hybridisierung (gentechnischer Mischung) enorm angestiegen.

Seit dem 19. Jahrhundert wird Weizen üblicherweise mit noch anderen Getreidearten, Beeren und Nüssen gemischt. Pures Weizenmehl in Form von verfeinertem weißem Mehl wurde erst während der letzten 200 Jahre verwendet.

Die daraus entstehende Ernährung, reich an Proteinen und verfeinerten Getreidearten, die die meisten Menschen schon seit ihrer frühen Kindheit essen, existierte in dieser Form bei den vorhergehenden Generationen nicht.
 


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