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Zink – ein wichtiges Spurenelement
21.08.2010
maiskolbe_by_richard-von-lenzano_pixeliode
Zink gehört für den Menschen zu den so genannten essentiellen Elementen: Es ist lebenswichtig, kann vom Körper jedoch nicht selbst hergestellt werden. Zink ist für das Funktionieren von mehr als 200 Enzymen, zur Stabilisierung der DNA, dem Aufbau der Gene und für den Transfer von Reizsignalen  lebenswichtig. Eine ausreichende Einnahme von Zink ist für den Körper unerlässlich.

Zink ist nach Eisen das im Körper am häufigsten vorkommende Spurenelement mit den höchsten Werten in Haaren, Keimzellen, Bauchspeicheldrüse, Knochen, Prostata sowie Muskeln, Leber und Nieren. Vor allem bei Reaktionen im intermediären Zellstoffwechsel spielt Zink eine herausragende Rolle. Die wichtigsten Funktionen seien hier genannt:

Co-Faktor in Enzymen, Neurotransmitter-Stoffwechsel und Hormonhaushalt

Zink ist Co-Faktor zahlreicher Enzymsysteme und spielt eine Rolle im Vitamin A-, im Kohlenhydrat- und im Lipidstoffwechsel. Ferner ist Zink essentiell für die Funktion verschiedener Hormone, wie etwa Insulin, den Schilddrüsenhormonen, Sexualhormonen und den Wachstumshormonen.

Zink spielt bei der Synthese sowie bei der katalytischen Funktion von Enzymen eine entscheidende Rolle. Seine Anwesenheit kann die enzymatischen Reaktionen hemmen oder fördern. Auch für die Zellteilung ist es essentiell, da es beispielsweise für die katalytischen Eigenschaften der RNS-Polymerasen bei der Synthese neuer Proteine unerlässlich ist.

Ähnliches gilt für Entgiftungsprozesse wie den Alkoholabbau, bei dem das zinkabhängige Enzym Alkoholdehydrogenase zum Einsatz kommt. Auch die Carboanhydrasen reagieren stark auf die Anwesenheit von Zink, somit nimmt es starken Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt. Außerdem sind die Carboxypeptidasen zu nennen, die für den Eiweißabbau im Dünndarm, der Milz und den Nieren verantwortlich sind.

Schließlich ist der Aufbau von Neurotransmittern stark abhängig von Zink.


Zink als wichtiger Baustein im Immunsystem

Wie Studien belegen, können sich Zinkionen an die Oberfläche von Viren anheften und damit ein Andocken an die Zellmembranen der Schleimzellen verhindern. Auch in der Immunabwehr spielt Zink als Aktivator im Enzymstoffwechsel eine große Rolle.

Besonders bei der Synthese von T-Lymphozyten im Thymus ist Zink unverzichtbar. Aus Studien weiß man außerdem, dass Zink eine Schutzfunktion gegenüber organischen Giften, Schwermetallen (Blei, Nickel, Cadmium) sowie Strahlung hat. Es fungiert als Antioxidans und schützt somit vor freien Radikalen und ist Strukturelement für Zellmembranen und Knochen.


Großer Zink-Bedarf im Körper

Zink muss regelmäßig von außen zugeführt werden, da das Metall nicht im Körper gespeichert werden kann. Nur so kann es seine wichtigen Aufgaben im Körper wahrnehmen. Es wird in Teilen des Dünndarm (Duodenum und Jejunum) aufgenommen.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt eine tägliche Dosis von 15 mg. Besonders zinkhaltige Nahrungsmittel sind:

- Leber (6-8 mg/100 g),

- Linsen (5 mg/100 g),

- Weizenvollkorn (4 mg/100 g),

- Fleisch von Rind und Kalb (3 mg/100 g),

- Mais (2 mg/100 g)

- Hühnerei (1,5 mg/Ei).

Auch hochwirksame Naturprodukte können dem Körper als Ergänzung zugeführt werden.

 

Gesundheitsrisiken mein Zinkmangel

- Appetitverlust,

- Beeinträchtigungen des Geschmacks- und Geruchssinns,

- eine verlangsamte Wundheilung

- Zinkmangel wird auch in Zusammenhang mit Geburtsschäden gebracht.

 

Obwohl der Mensch durchaus hohe Zinkkonzentrationen verträgt, verursacht auch ein Überkonsum gesundheitliche Probleme, wie etwa:

- Magenkrämpfe,

- Hautreizungen,

- Brechreiz,

- Übelkeit und

- Anämie.

 

Sehr hohe Konzentrationen können:

- das Pankreas schädigen und

- den Protein-Stoffwechsel stören, sowie

- Arteriosklerose bewirken

- Bei extremen Belastungen durch Zinkchlorid wurden auch Fehlfunktionen bei der Atmung beobachtet.

Solche Ausprägungen von Vergiftungserscheinungen entwickelt der Mensch allerdings erst ab einer aufgenommenen Menge von über 1,0 g Zink.

 

Bild by: Richard von Lenzano  / pixelio.de

 

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Quelle: Dr. med. vet. Anita Kracke, Zink - ein Multitalent, in: SANUM-Post, 90/2010.

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2 Kommentare

10.01.2011 11:21 CFI Speyer sagt:
Danke für Deinen Kommentar und den Hinweis zum Jameda-Portal - es ist uns bekannt. Dr. med. Rainer Mutschler (CFI leitender Arzt) ist dort bereits verzeichnet. Dass er seinen Auftritt ausweitet ist natürlich nicht ausgeschlossen.
25.08.2010 21:30 Sabine sagt:
Zink in Hühnersuppe
Auf unserem Ärzte- und Expertenblog haben wir auch einiges über Zink geschrieben. Z. B. vom Zinkgehalt in Hüherbrühe. Unsere Leser nehmen solche Hinweise immer gerne auf. Wenn Sie Lust haben, schauen Sie mal vorbei: www.jameda.de Der Blog gehört zu einem Online-Auftritt, der Ärzten, Heilpraktikern und vielen anderen Spezialisten aus dem Gesundheitswesen eine hochwertige Online-Plattform bietet, um ihre Praxis vorzustellen und umfassend über ihr Leistungsspektrum zu informieren.

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