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Zusammenhang zwischen einer gestörten Darmflora und psychischen Störungen bei Kindern
18.06.2012
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Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen einer abnormen Darmflora und Störungen der psychischen Entwicklung des Gehirns bei Kindern. Die Forscherin Dr. Campbell-McBride hat sich in einer  Untersuchung den Wechselwirkungen zwischen Darm und Gehirn gewidmet. Ihre Untersuchungen haben zu dem Fazit geführt, dass die bakteriellen Darmschäden das Ergebnis einer schlecht entwickelten oder unausgewogenen Darmflora sind. Dies kann unter Umständen zu einer Vielzahl von psychischen Störungen führen wie u.a.  Autismus, ADHS, Attention Deficit Disorder (ADD), Dyslexie, Dyspraxie oder obsessiver Zwangsstörung.

In der Darmflora der autistischen Kinder wurde das bakterium Sutterella nachgewiesen

Laut Untersuchungen Dr. Campbells, kommen autistische Kinder mit ganz normalem Gehirn und Sinnesorganen auf die Welt aber sobald ihr Verdauungssystem mit toxischen Substanzen anstatt einer gesunden Nahrungsquelle in Kontakt kommt, beginnen sie autistische Symptome zu entwickeln.

Diese Theorie passt gut in die neue Forschung, die von der „American Society for Microbiology“ veröffentlicht wurde, die ein Bakterium identifizierte (Sutterella), das einzig im Darm von Kindern mit Autismus zu finden ist.

Die Forscher berichteten: "Viele Kinder mit Autismus haben gastrointestinale (GI) Störungen, welche die klinische Behandlung erschweren und dazu beitragen, Verhaltensprobleme hervorzurufen.

Das Verständnis der molekularen und mikrobiellen Grundlagen dieser GI-Probleme ist von größter Bedeutung für die Aufklärung der Pathogenese, das Finden einer Diagnose und eine effiziente Behandlung.“

Es wurde nachgewiesen, dass Sutterella ein wichtiger Bestandteil der Mikroflora in über der Hälfte der Kinder mit Autismus und gastrointestinaler Dysfunktion (AUT-GI) vorhanden ist.

 

Welche Faktoren sind für eine Beeinträchtigung der Darmbakterien verantwortlich?

Ihre Darmbakterien sind ein aktiver und integrierter Teil Ihres Körpers, und als solche sind sie stark abhängig von Ihrer Ernährung und dem Lebensstil.

Wenn Sie vorrangig verarbeitete Lebensmittel und gesüßte Getränke konsumieren, werden Ihre Darmbakterien wahrscheinlich sehr stark beeinträchtigt, denn die verarbeiteten Lebensmittel im Allgemeinen zerstören die gesunde Mikroflora und Zucker aller Art ernährt eher die „schlechten“ Bakterien.

Ihre Darmbakterien reagieren auch sehr empfindlich auf:

o Antibiotika

o Chloriertes und fluoridiertes Wasser

o Antibakterielle Seife

o Landwirtschaftliche Chemikalien

o Verschmutzungsgrad

 

Darmflora der Mutter beeinflusst die Darmflora des Babys

Eine gesunde Darmflora ist für die Gesundheit jedes einzelnen Menschen von enormer Bedeutung. Allerdings verdoppelt sich ihre Bedeutung bei schwangeren Frauen. Denn von dem Zustand der mütterlichen Darmflora ist auch die Gesundheit des Kindes abhängig.

Wenn die Darmflora einer Frau im gebärfähigen Alter einen probiotischen Mangel aufweist, überträgt sich dieser Mangel auf ihre Kinder und macht somit „die Bühne frei" für eine große Anzahl gesundheitlicher Probleme.

Dr. Campbell erklärt: "Das Baby erhält seine Darmflora zum Zeitpunkt der Geburt, wenn es durch den Geburtskanal der Mutter geht. Alles, was in Mamas Geburtskanal lebt, wird die Darmflora des Baby beeinflussen. Also, was lebt in Mamas Scheide? Es ist ein sehr reich besiedeltes Gebiet im Körper einer Frau. Die Vaginalflora kommt aus dem Darm. Wenn die Mutter eine abnormale Darmflora hat, wird sie auch eine abnormale Flora in ihrem Geburtskanal haben. "

 

Bedeutung des Stillens für eine gesunde Darmflora des Babys

Gestillte Babys entwickeln eine ganz andere Darmflora im Vergleich zu Babys, die mit der Flasche gefüttert werden. Säuglingsnahrung war und wird nie ein gesunder Ersatz für Muttermilch sein.

Wenn Sie eine junge Mutter sind, sollten Sie das Baby stillen. Es ist nicht nur eine Frage der Vitamine, Mineralstoffe, Proteine und Fette, die die Muttermilch zu einer weit überlegenen Formel macht.

Die Forschung zeigt, dass die Muttermilch auch Stoffe enthält, welche die Gesundheit und Entwicklung des Darmes und des Gehirnes Ihres Babys erheblich verbessern kann - ein Geschenk, das buchstäblich ein ganzes Leben lang anhält.

Bildquelle Julia Chulia / pixelio.de

Studienquellen:

Normal gut microbiota modulates brain development and behavior

Breast milk contains relevant neurotrophic factors and cytokines for enteric nervous system development.

Application of Novel PCR-Based Methods for Detection, Quantitation, and Phylogenetic Characterization of Sutterella Species in Intestinal Biopsy Samples from Children with Autism and Gastrointestinal Disturbances

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